Rentner packten fleißig mit an

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Fleißige Handwerker, die trotz ihres Rentenalters fest mit anpackten. In nur zehn Wochen haben sie den zweiten Bauabschnitt im Rahmen der Friedhofssanierung umgesetzt.

Erharting - Ein Affentempo haben die vielen freiwilligen Helfer an den Tag gelegt, die sich an der Sanierung des kirchlichen Friedhofs in Erharting engagiert haben.

In nicht einmal zehn Wochen haben sie nach der Erneuerung auf der Südseite nun auch den westlichen und den nördlichen Teil des Friedhofes hergerichtet - und trotzten dabei Wind und Wetter.

"Wir hatten alles: Erst war's saukalt, dann hat's uns regelrecht daschwoabt und zuletzt arbeiteten wir über Wochen unter der gleißenden Sonne", Martina Karl ist eigentlich keine, die jammert. Aber das Wetter hatte den vielen ehrenamtlichen Helfern schon arg zugesetzt, als es darum ging, den Friedhof an der Erhartinger Pfarrkirche neu zu gestalten. Doch sie haben durchgehalten: "Was die Helfer geleistet haben, ist nicht mit Geld aufzuwiegen", würdigt die Kirchenpflegerin, die federführend die Arbeiten am Friedhof koordiniert hat. Zumal es sich nicht um Jungspunde handelte, sondern um Rentner, "die trotz ihrer 65 und 70 Jahre fleißig mit angepackt haben", freut sich Karl über so viel Hilfe, auf die sie in den vergangenen zehn Wochen bauen konnte.

Am 14. Mai hatten die Arbeiten begonnen. Wie schon im südlichen Teil des Friedhofes setzten die Hobby-handwerker neue Fundamente, Gräber wurden danach in größerem Abstand angeordnet, der Weg um die Pfarrkirche mit Mineralbeton komplett neu erstellt.

Nur wenige Restarbeiten sind es noch, wie die Einfassung des Weges mit Randsteinen, und auch dieser zweite und letzte Bauabschnitt ist Geschichte, wie Karl freudestrahlend verkündet. "215 Meter Randsteine bei fast 50 Grad Celsius in der Sonne - das zehrt", berichtet sie. Und dann ging auch nicht alles reibungslos über die Bühne. Bei der Gestaltung des Weges musste ein gewisser Abstand zur Kirche eingehalten werden: "Damit die Kirche trocken bleibt", schildert Karl.

Und nicht nur auf die unentgeltliche Arbeit konnte Karl setzen, angewiesen war und ist die Kirchenpflegerin auch auf die Spendenfreudigkeit der Erhartinger. Schon im ersten Bauabschnitt wurde auf diese Weise die Kasse der Kirchenverwaltung erheblich entlastet, die für einen Großteil der Sanierungsarbeiten aufkommen muss. Darüber hinaus werden die angefallenen Kosten durch die Grabgebühren gedeckt.

Laut Karl verschlingt die Baumaßnahme in diesem zweiten Bauabschnitt mehr als 50000 Euro, als unbezahlbar wertete sie aber den Einsatz der vielen freiwilligen Helfer, "ohne die hätte das Ganze nicht so reibungslos durchgeführt werden können."

je/Neumarkter Anzeiger

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