Radweg: Fertigstellung erst im August

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Was sich am Geh- und Radweg von Neumarkt-St. Veit in Richtung Lohkirchen abspielt ist schlichtweg unfassbar: Auf der gesamten Länge musste der asphaltierte Weg wieder abgetragen werden. Neuer Fertigstellungstermin ist der 4. August – sagt die ausführende Firma Lutzenberger.

Neumarkt-St. Veit – Der Bau des Radweges von Furth (Neumarkt-St. Veit) nach Brodfurth (Lohkirchen) wird immer mehr zur Farce:

Nach einem Krisengespräch Ende Juni hatten sich die Bauträger – die Gemeinden Schönberg, Lohkirchen und Neumarkt-St. Veit – mit der ausführenden Baufirma Lutzenberger darauf verständigt, dass der weg spätestens Anfang Juli fertig gestellt sein sollte. Doch von Asphalt keine Spur. Nächster Fertigstellungstermin ist nun der 4. August.

Georg Obermeier, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen ringt hörbar nach Fassung, wenn er auf die rund vier Kilometer lange Baustelle zwischen Lohkirchen und Neumarkt-St. Veit angesprochen wird. Seit Beginn des Radwegebaus vor einem Jahr ist er ständig mit Baumängeln konfrontiert, nun ist auch diese Frist zur Fertigstellung des Weges abgelaufen.

Und ein Bauende ist nicht in Sicht: Wo bereits der Asphalt aufgebracht war, ist nun wieder über die gesamte Länge der Unterbau zu sehen, der gesamte Weg wurde wieder weg gerissen, weil er zu nahe an die Staatsstraße gebaut worden war. „Wir hatten zwei Wochen lang versucht in Gesprächen mit dem Straßenbauamt Rosenheim eine Alternativlösung zu verhandeln. Doch leider gab es keine Kompromisslösungen“, deshalb habe man sich entschieden den Weg komplett zurückzubauen, erklärt Bauleiter Peter Heiland. Rückbau auch deswegen, weil der Starkregen in den vergangenen Tagen weitere Mängel offenbart habe und nun auch laut Heiland Ausbesserungen an den Uferböschungen nötig geworden sind, da es durch den Regen zu großen Auswaschungen gekommen ist. „Die Böschungen müssen jetzt großzügiger abgeflacht werden“, sagt Heiland.

Immerhin: Wenn das Wetter mitspielt, will die Firma noch in dieser Woche mit den erneuten Asphaltierungsarbeiten beginnen, spätestens jedoch Anfang nächste Woche. Anfang nächste Woche ist auch das Stichwort für den Bau der Überquerung in Kai. Am Dienstag habe es ein Gespräch mit der Polizei über die Verkehrsführung gegeben. Eine Ampel soll den Verkehr an dieser Stelle durch das dann entstehende baulich bedingte Nadelöhr lotsen. "Das klappt einen Kilometer weiter oben in Furth am Kreisverkehr ganz gut", erklärt Heiland. Umleitungen oder Umwege seien also keine notwendig.

Dass es keine weiteren Umwege in Sachen Radwegebau mehr gibt, hofft unterdessen Georg Obermeier. Zumindest in den Sommerferien soll der Weg endlich fertig werden. Dass die planende Gemeinde Schönberg Schadensersatzansprüche für die in die Länge gezogene Bauzeit geltend machen werde, verhehlt Obermeier nicht. Schließlich sollte der Weg Ende vergangenen Jahres fertig sein. "Und das ist fast acht Monate her."

je/Neumarkter Anzeiger

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