Mit dem Rad bis an die Quelle der Rott

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Die Bürgermeister Poschinger, Neudecker und Baumgartner gaben den Radweg von Velden nach Neumarkt-St. Veit offiziell frei.

Wurmsham/Neumarkt-St. Veit - Am Wochenende wurde der Radweg von der Quelle der Rott bis nach Neumarkt-St. Veit feierlich eingeweiht.

Ein Radweg von der Quelle der Rott bis nach Neumarkt-St. Veit: Die Verlängerung dieser landkreisübergreifenden Verbindung wurde am Wochenende feierlich eingeweiht. Die Drei-Quellen-Gemeinde Wurmsham rückte dabei in das Zentrum des Rottals.

Mit Unterhaltung durch die Thannwieser Musikanten, den Wurmshamer Männerchor und die Pauluszeller Trachtenkinder fanden sich trotz kühlem und regnerischem Wetter über 100 Gäste in Müllerthann ein, um die Einweihung der verlägerten Radwegeverbindung bis nach Neumarkt-St. Veit zu feiern. Mit der Vorgabe, den Rottal-Radweg von Neumarkt-St. Veit über die Quelle der Rott bei Müllerthann, nahe Wurmsham, bis zum Vilstal-Radweg in Velden zu schließen, begann Wurmshams Bürgermeisterin Maria Neudecker mit Unterstützung der Tourismusreferentin des Landkreises Landshut, Eva Brunner, vor fast drei Jahren eine schwierige Aufgabe. Mit der Freigabe des Teilstücks durch das Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr führt der Rottal-Radweg nun von Velden über 120 Kilometer bis Neuhaus am Inn und erweitert das bayerische Radwegenetz von 8800 Kilometer um weitere 26 Kilometer. Der besondere Dank Neudeckers galt den beiden Ortsgruppen des BUND-Naturschutz, Oberes Vilstal und Oberes Binatal sowie der Kreisgruppe Landshut, für die Initiative zur Erweiterung.

"Es ist unsere Aufgabe, mit vielen kleinen Mosaiksteinen einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung und zur touristischen sowie kulturellen Förderung zu leisten. Der Radweg von Velden nach Neumarkt-St. Veit führt auf wenig befahrenen Straßen und Wegen durchs bayerische Hügelland und besticht mit außergewöhnlichen Naturerlebnissen sowie geologischen Besonderheiten. Die Infotafeln an den Quellen und der Wasserscheide tragen dazu bei, den hohen Wert der intakten Naturlandschaft zu vergegenwärtigen und somit für unsere Nachkommen zu erhalten", so die Wurmshamer Bürgermeisterin Maria Neudecker.

Als echte Seltenheit darf das Zusammentreffen fast aller Rottal-Bürgermeister - 17 waren anwesend - bezeichnet werden. Stellvertretend sprachen Eduard Poschinger aus Velden und Erwin Baumgartner aus Neumarkt- St. Veit Grußworte. Während Baumgartner für die hervorragende Zusammenarbeit über die Regierungsbezirksgrenze hinweg dankte, lud Poschinger in Velden zum Besuch des Brenninger-Weges mit über 30 Kunstwerken des Bildhauers und Heimatsohns Professor Georg Brenninger ein.

Und geradelt wurde doch noch am Samstag: Die "Frisch-auf-Radler" aus Neumarkt-St. Veit bei ihrer Auffahrt im Schloss Adlstein.

Mit ihrer Anwesenheit zeigten die drei Landräte Daniel Sporrer (stellvertretender Landrat Landkreis Landshut), Georg Huber (Landkreis Mühldorf) und Karl Riedler (stellvertretender Landrat Landkreis Rottal-Inn) den hohen Stellenwert der Einweihung. Die Landkreischefs waren sich einig darüber, dass zukünftig nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die kulturelle und touristische Zusammenarbeit hohe Aufmerksamkeit gewinnen werde. Erfolgreiche Projekte, wie die Verlängerung des Radwegs, führen ihrer Ansicht nach zu einem Synergieeffekt, der sowohl den anliegenden Gemeinden, als auch der gesamten touristischen Region, dem Golf- und Thermenland zugute komme.

Berthold Riedel, Betreuer des Rottauensee-Projekts, ging kurz auf den besonderen ökologischen Wert der Rottquelle ein: "Die Hangschichtquelle der Rott ist eine von wenigen Quellen, die sich mit Sumpfwald und natürlichem Ablauf in ursprünglichem Zustand befindet. Viele besondere Tier- und Pflanzenarten machen das Quellgebiet zu einem Biotop mit außergewöhnlichem Wert".

Nach der Segnung des Radwegs durch Pfarrer Gabriel Kreuzer durschnitten die Bürgermeister Neudecker, Poschinger und Baumgartner ein Band und gaben den Weg somit offiziell frei. Zur geplanten Befahrung des Radweges nach Neumarkt-St. Veit, wo ein weiterer Empfang geplant war, kam es allerdings nicht. Eine Schlechtwetterfront machte diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Davon ließen sich aber acht Radler des Neumarkter Radfahrvereins "Frisch auf", die am Neumarkter Rathaus die Delegation empfangen wollte, nicht beeindrucken. Nach dem Motto "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung" schwangen sie sich dennoch auf ihr Zweirad, um einige Kilometer runterzuradeln.

Neumarkter Anzeiger

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