Nirgends gab es mehr Geburten

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Babyboom im nördlichen Landkreis. Lohkirchen und Egglkofen tauchen in der Statistik der geburtenstärksten Gemeinden im Freistaat auf Rang eins und Rang vier auf. Auf dem Bild die Kinder aus Lohkirchen. Acht erblickten alleine im Juli 2010 das Licht der Welt.

Lohkirchen – Die fruchtbarste Gemeinde Bayerns liegt im Landkreis Mühldorf: Mit einer Geburtenrate von 21,3 pro 1000 Einwohner bildet Lohkirchen die Speerspitze Bayerns.

Das belegen die aktuellen Erhebungen des Statistischen Landesamtes, das die Zahlen von 2010 diese Woche veröffentlicht hat.

Lohkirchen ist nicht der einzige Repräsentant eines geburtenstarken Jahrgangs: Egglkofen liegt mit 14,3 Geburten auf 1000 Einwohner auf Platz vier, Oberneukirchen mit 12 Geburten pro 1000 Einwohner immerhin noch auf Rang 29 (München liegt bei 10,8). Dass Lohkirchen nach dem Babyboom nach dem vergangenen Jahr einen Spitzenplatz einnehmen würde, hatte sich schon im Juli 2010 abgezeichnet. Innerhalb von vier Wochen erblickten damals acht Lohkirchener Gemeindebürger das Licht der Welt. Am Ende des Jahres waren es schließlich 15 Kinder, die die Einwohnerzahl der 720-Seelen-Gemeinde in die Höhe getrieben haben. Sehr zur Freude des Bürgermeisters Konrad Sedlmeier. Hat er eine Erklärung für die Geburtenexplosion? „I neda“, schmunzelt der 69-Jährige, zumal die Gemeinde auch nicht irgendwelche Sonderprogramme, wie einen Kinderbonus beim Verkauf von Bauland, aufgelegt hatte, um junge Familien nach Lohkirchen zu locken. Freilich habe man mit dem neuen Baugebiet gute Voraussetzungen geschaffen, sieben der 16 Parzellen seien inzwischen verkauft. Doch Sedlmeier beruft sich auch auf frühere Jahre, darauf, dass Lohkirchen immer schon mit vielen Kindern gesegnet war. 2006 war Lohkirchen bereits Spitzenreiter bei den Geburtenzahlen in Bayern.

Und die Gemeinde sieht nicht tatenlos zu, wenn es um die Kinderbetreuung geht: Der Kindergarten ist mit seinen 30 Plätzen voll ausgelastet, „und eingruppig nicht mehr zu führen“. Auch ist die kleine Gemeinde immer noch Schulstandort. Die erste und zweite Klasse werden dort unterrichtet, außerdem gibt es in Lohkirchen eine Förder-Klasse. Sedlmeier weiß aber auch: Geburtenstarke Jahrgänge sind nicht alleiniger Garant eines Schulstandortes. „Da könnten in Zukunft einwohnerstärkere Gemeinden wie Schönberg den Vorzug genießen. Noch dazu, wenn sich die Kombiklassen durchsetzen.“ In der Kleinkindbetreuung setzt Lohkirchen aber einen wichtigen Schritt in die Zukunft: Die Kinderkrippe ist gerade in Bau und soll bereits im September eröffnet werden.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Wochenendausgabe des Mühldorfer Anzeigers.

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