Vor einem Jahr in Haunertsholzen eingeweiht

Hat der neue Kreisverkehr die Unfallzahlen wirklich reduziert?

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Seit etwa einem Jahr ist der Kreisverkehr Haunertsholzen offiziell eröffnet. Aber hat er wirklich die erhoffte Reduzierung von Unfällen gebracht?
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Niedertaufkirchen - Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass der Kreisverkehr Haunertsholzen offiziell eingeweiht wurde. Er sollte den Unfallschwerpunkt an der Kreuzung von MÜ4 und MÜ36 entschärfen. innsalzach24.de hat nachgefragt, ob das bisher geschehen ist. 

"Im Oktober 2019 wurde der Kreisverkehr dem Verkehr offiziell übergeben. Seit diesem Zeitpunkt ereignete sich kein polizeilich registrierter Verkehrsunfall, bei dem ein falsches Verhalten der Verkehrsteilnehmer hinsichtlich des Kreisverkehrs zu verzeichnen war", berichtet Karl-Heinz Stocker, Polizeihauptkommissar und Sachbearbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Mühldorf am Inn gegenüber innsalzach24.de.

Nur zwei Wildunfälle

"Lediglich ereigneten sich bis zum heutigen Zeitpunkt zwei Wildunfälle, davon einer in direkter Nähe und einer in einiger Entfernung am Kreisverkehr. Weiter wurde durch einen alleinbeteiligen Verkehrsteilnehmer ein vor dem Kreisverkehr befindliches Verkehrszeichen umgefahren." Weitere Unfälle sein der Polizeiinspektion nicht bekannt. "Es kann schlussendlich die Aussage getroffen werden, dass der neue Kreisverkehr in erheblichen Maße zur Minimierung der Verkehrsunfälle beigetragen hat."

Aus dem Archiv:

Luftaufnahmen von Bauarbeiten an Kreisverkehr

Der Kreisverkehr entschärft den Unfallschwerpunkt der dort bisher kreuzenden Kreisstraße MÜ4 und MÜ36. An der bisherigen Kreuzung war es zuvor alleine im 2017 zu vier, zum Teil schweren Unfälle gekommen. Nachdem die Unfallkommission des Landkreises eine entsprechende Empfehlung abgegeben hatte, starteten die Bauarbeiten. Insgesamt investierte der Landkreis rund 650.000 Euro in die Maßnahme.

Einweihung Ende Oktober 2018

Bereits Ende September 2018 war er dann nach einer ersten Vorabnahme befahrbar. Ende Oktober folgte dann die Einweihung in einer offiziellen Zeremonie. Landrat Georg Huber bedankte sich dabei besonders bei zwei Grundstücksbesitzern, welche das Ganze erst möglich gemacht hätten.

"Herr Winkler überlässt für den Bau etwa 5000 Quadratmeter Grund. Dies machte das Vorhaben grunderwerbstechnisch möglich. Auch Herr Rauch hat Grundstücksflächen überlassen. So etwas ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich!" 

hs

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