Es geht um die Traufhöhe

Nachbar mit Bedenken: Fortschritt bei Baustopp in der Blasiusstraße

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Niederbergkirchen - Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung eine Änderung des Bebauungsplans "Am Kirchweg". Damit ist die Rechtsgrundlage geschaffen, damit der Baustopp für ein Einfamilienhaus dort sein Ende finden kann.

"Die Entscheidung darüber liegt aber natürlich letztlich beim Landratsamt", betont Bauamtsleiter Felix Glas.

Einer der Anwohner hatte starke Bedenken wegen der möglichen Höhe des Neubaus, der Verschattung der Nachbargrundstücke und wegen den Verhältnissen bei möglichen Starkregenereignissen.

Festsetzungen geändert

Hier können Sie den Bebauungsplan mit allen Änderungen einsehen.

Weil die Planung eines Einfamilienhauses an der Blasiusstraße dem Bebauungsplan widersprach, hatte der Gemeinderat diese Festsetzungen geändert. Darauf erhob  ein Anwohner Einspruch. Das Gremium beschloss dann, wie die in seiner Sitzung im Dezember des vergangen Jahres die erneute Auslegung des Bebauungsplans, nachdem die in der vorhergehenden Sitzung beschlossenen Änderungen in den Plan eingefügt wurden. 

Es geht um die Traufhöhen

Im Wesentlichen geht es dabei um die Definition der Traufhöhen die nun nicht mehr vom natürlichen sondern vom "fertigen" Gelände ausgehen sollen.

Als Traufhöhe wird die Höhe zwischen Traufpunkt und dem Terrain bezeichnet.

Als begrenzendes Maß im Bauplanungsrecht entspricht die Traufhöhe nicht unbedingt in jedem Punkt der Höhe der Dachrinne über dem Erdboden, sondern wird gemittelt beziehungsweise zeichnerisch ermittelt. Die Bezugspunkte der Traufhöhendefinition beziehen sich in der Regel auf die Oberkante der öffentlichen Straße und den Schnittpunkt zwischen dem aufgehenden Mauerwerk, der Außenwand, mit dem Dachsparren. Sie ist immer an die Decke des letzten möglichen Vollgeschosses und der aufgehenden Außenwand angebunden.

Baugebiet schon länger Thema

Der Rat beschäftigt sich mit dem Baugebiet "am Kirchweg"

bereits seit einigen Jahren.

Erst Mitte November war es zuletzt Thema, als es um die Frage ging, ob auch noch eine Fläche,

welche es bis zum Waldrand fortführen würde, angekauft werden sollte.

Neben diesem Thema wurde auch der Erlass des Bebauungsplans "Kollmannseck" als Satzung erlassen und der Bauantrag für denAnbau einer Kindergartengruppe an den bestehenden Kindergarten St. Elisabeth beschlossen.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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