Weiße Flecken bis Ende 2011 beseitigt?

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Schnelles Internet in Neumarkt-St. Veits Norden: Wenn im Laufe dieses Jahres die drei LTE-Funkmasten in Wimpasing (roter Punkt oben, grüner Kreis), in Rieberseck (roter Punkt Mitte, roter Kreis) und bei Niedertaufkirchen (roter Punkt unten, blauer Kreis), aufgestellt sein werden, gibt es im 61 Quadratkilometer großen Gemeindebereich von Neumarkt-St. Veit (schwarz umrandet) keinen weißen Breitband-Fleck mehr.

Neumarkt-St. Veit - Die Stadt Vilsbiburg gehört zu den ersten Gemeinden in Bayern, die beim LTE-Ausbau der Telekom mit dabei sind. Davon profitieren auch die Außenbereiche von Neumarkt-St. Veit.

Denn der Funkmasten, der bis April in Wimpasing bei Frauensattling, südöstlich von Vilsbiburg errichtet wird, sendet auch bis Frauenhaselbach oder Wiesbach.

LTE bezeichnet die vierte Mobilfunkgeneration (4G), mit der die weißen Breitband-Flecken geschlossen werden können, dann kann gesurft werden " und zwar in ähnlich hoher Geschwindigkeit wie im Festnetz", heißt es seitens der Deutschen Telekom, die für den Ausbau verantwortlich zeichnet. Von dem Standort in Vilsbiburg profitiert demnach auch Neumarkt-St. Veit. "4G-Standorte haben eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern", sagt Jörg Haderer, Leiter Technik Mobilfunk der Telekom Deutschland in Bayern. Mit LTE könnten nun auch die Orte mit schnellen Internet-Zugängen versorgt werden, "die bisher nicht zu erreichen waren."

Die Telekom hatte im Mai 2010 neue Funkfrequenzen ersteigert, die den Ausbau des 4G-Netzes überhaupt erst ermöglichen. Die Nutzung der ehemaligen Rundfunkfrequenzen ist aber an strenge Auflagen der Bundesnetzagentur gebunden: 90 Prozent der unversorgten Orte in Deutschland müssen bis 2016 an schnelle Breitband-Infrastruktur angeschlossen werden. In Neumarkt-St. Veit geschieht dies offensichtlich bedeutend früher.

LTE ist eine Weiterentwicklung der von der Telekom bisher angebotenen Mobilfunktechnologien GSM und UMTS. Der 4G-Vermarktungsstart ist für den April 2011 vorgesehen, dann stehen auch die erforderlichen Endgeräte zur Verfügung. Der Tarif erscheint im vergleich zu DSL- und Telefon-Flatrates in Ballungsräumen oder gut erschlossenen Städten vergleichweise hoch. 39,95 Euro kostet der Vertrag der Telekom pro Monat, eine Telefonflat für das deutsche Festnetz, die auch eine Datenflatrate und einen preiswerten Router beinhaltet.

Laut Bürgermeister Erwin Baumgartner könnte damit endlich die lange geforderte Versorgungslücke geschlossen werden, zumal der Internetanbieter Vodafone auch in Rieberseck bei Egglkofen einen LTE-Sendemasten errichten will, der zwar noch näher an den neuralgischen Punkten in Frauenhaselbach (Entfernung Luftlinie etwa drei Kilometer), Wiesbach (Entfernung etwa vier Kilometer) oder Hofthambach (Distanz knapp 5,5 Kilometer) liegt. Die zeitliche Umsetzung des Vodafone-Standortes steht allerdings noch nicht fest. Jedoch noch im Januar hat Vodafone die Errichtung eines Funkmastens im Gemeindegebiet von Niedertaufkirchen angekündigt, wovon vor allem der südliche Außenbereich Neumarkt-St. Veits profitieren könnte.

Gut möglich also, dass die Grundversorgung des knapp 61 Quadratkilometer großen Gemeindegebietes von Neumarkt-St. Veit noch heuer abgeschlossen wird. Baumgartner zitiert aus einem Briefwechsel von Arvid Stavenhagen, Projektkoordinator LTE bei Vodafone. Die geplanten LTE-Standorte im Umkreis Neumarkt-St. Veits würden demnach "nach Planung von Vodafone bis Ende 2011 vollständig auf LTE umgerüstet sein".

Der Bürgermeister zeigt sich erfreut über die unerwartet schnelle Entwicklung auf diesem Sektor: "Die positive Entwicklung der LTE-Versorgung, und das sehr zeitnah, bedeutet aber nicht, dass wir hier nicht weiterarbeiten. Das eine nutzen und das andere nicht vergessen' bedeutete für ihn, "dass wir auch weiterhin bei jeder Gelegenheit versuchen werden, bei einer Erweiterung des Glasfasernetzes mitzuwirken. Hier ist eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom notwendig, um wie bisher sinnvoll Leerrohre bei Baumaßnahmen mit zu verlegen lassen."

je/Mühldorfer Anzeiger

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