Baumgartner: Bevölkerung will Realschule

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Listen mit 661 Unterschriften übergaben Christian Göttlinger (Zweiter von links) und Jan Dahlhoff (Mitte) an Bürgermeister Erwin Baumgartner (links) sowie an die beiden CSU-Kreisräte Max Heimerl (Zweiter von links) und Rosmarie von Roennebeck.

Neumarkt-St. Veit - Bei der Übergabe der Unterschriftenliste an die CSU-Kreisräte und an Bürgermeister Baumgartner baten die Organisatoren darum, im Kreistag für eine Realschule zu werben.

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Eine Realschule in Neumarkt-St. Veit - die Stadt steht hinter dem Neubau einer weiterführenden Schule in der Rottstadt. Christian Göttlinger, Vorsitzender der Verkehrs- und Werbegemeinschaft, überreichte nun Listen mit 661 Unterschriften an Bürgermeister Erwin Baumgartner und an die anwesenden CSU-Kreisräte. In der Sitzung des Finanzausschusses debattierten anschließend die Stadträte die Rahmenbedingungen für einen Neubau.

Die Unterschriftenaktion zugunsten der Stadt Neumarkt-St. Veit als Realschulstandort war ein voller Erfolg, wie Göttlinger bei der Übergabe im Rathaus fand. Zusammen mit Jan Dahlhoff übergab er die Schriftstücke, die untermauern sollen: Ja, wir wollen die Schule in Neumarkt-St. Veit. Entsprechend eindringlich baten Göttlinger und Dahlhoff die anwesenden Kreisräte Erwin Baumgartner, Max Heimerl und Rosmarie von Roennebeck im Kreistag für den Standort in Neumarkt zu werben.

"Seit der letzten Kreistagssitzung wissen wir: Die Karten werden neu gemischt", kam Kreis- und Stadtrat Heimerl auf die positive Nachricht vergangene Woche zu sprechen, wonach ein Gutachten an Neumarkt-St. Veit bei der Standortfrage Bestnoten vergeben hatte. Ergebnis des Gutachtens war, dass ein zusätzlicher Bedarf einer Realschule gegeben sei (wir berichteten).

Ein Kooperationsmodell hatten die Mittelschulen im Landkreis bereits ausgeschlossen, so dass nun die Neubauvariante im Raum steht - mit den besten Karten für Neumarkt-St. Veit, was den Standort betrifft. "Wir wollen uns nun dem Wettbewerb stellen", betonte Heimerl. Standort und Finanzierbarkeit würden aber eine wichtige Rolle spielen.

Göttlinger stellte die Wichtigkeit einer weiteren Schule in Neumarkt-St. Veit heraus, aus wirtschaftlichen und infrastrukturellen Gründen, "und um ein gewisses Gleichgewicht im Landkreis herzustellen". Viele Schülerinnen und Schüler seien aktuell gezwungen lange Anfahrtswege in Kauf zu nehmen, etwa nach Vilsbiburg oder Waldkraiburg, betonte Jan Dahlhoff.

Und auch Bürgermeister Erwin Baumgartner fand: "Eine eigene Realschule am Ort spart Kosten und schont die Umwelt." Die Unterschriften würden zeigen, dass die Bevölkerung hinter der Realschule stehe.

Heimerl betonte , dass eine Realschule in Neumarkt-St. Veit ein großes Einsparungspotenzial bei den Gastschulbeiträgen einhergehe. Außerdem: Durch Schülerströme, die dann von Massing oder Vilsbiburg nach Neumarkt-St. Veit fließen würden, würden Gastschulbeiträge anderer Gemeinden fällig.

Bis zur Kreistagssitzung am Freitag, 25. Mai, gelte es nun die Rahmenbedingungen für eine Realisierung einer Schule im Ort zu schaffen. Einen ersten Schrit dahin hat der Finanzausschuss in seiner nicht öffentlichen Sitzung dazu getan. Wie Bürgermeister Baumgartner auf Anfrage mitteilte, werde sich die Stadt nun offiziell um einen Neubau einer Realschule in Neumarkt bewerben. "Ein ausreichend großes Grundstück können wir zur Verfügung stellen", verriet er, etwa 40000 Quadratmeter stünden für ein Bauvorhaben im Süden der Stadt zur Verfügung. Über die finanziellen Rahmenbedingungen, die auf die Stadt zukommen können, müsse sich der Stadtrat unterhalten.

Eine Realschule in Neumarkt-St. Veit war übrigens schon einmal Thema einer Sitzung des Kreistags. 1966 hatte dieser den Bau beschlossen, Ende des gleichen Jahres aber wieder die Pläne gänzlich zurückgestellt.

je/Mühldorfer Anzeiger

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