Ein Radweg, der alle zufrieden stellt

Neumarkt St. Veit - Zusätzliche Dynamik erhält nun die Forderung nach einem Radweg nach Hörbering: Nach der Gründung einer Initiative, kommt das Thema nun in den Stadtrat.

Die Stadtratsfraktionen von SPD, UWG und CSU verfolgen mit ihrem Antrag das gleiche Ziel: Eine sichere Radwegeverbindung von Neumarkt-St. Veit nach Hörbering. Sie wollen die Verwaltung mit der Planung und Errichtung des Geh- und Radweges beauftragen. Es gelte dabei auch die Zuschussmöglichkeiten zu überprüfen, heißt es. Die Ausführung soll sich nach Ansicht der Fraktionen an der bisherigen Wegeführung entlang des Rottufers orientieren, den dafür notwendigen Grundstückserwerb sollte der Bürgermeister über den Verhandlungsweg durchführen.

Die Unterzeichner des Antrages zielen dabei bei der Umsetzung auf rasche Ergebnisse ab. Sobald nämlich "Grundstücke für die Verlängerung des bisherigen Rottweges oder zum Neubau des Weges ausgehend von Hörbering zur Verfügung stehen, ist umgehend nach Plangenehmigung auf diesen Flächen mit der Umsetzung zu beginnen", lautet die Forderung. Optimalerweise seien für die Haushaltsjahre von 2013 bis 2015 jährlich 100000 Euro für die Umsetzung einzuplanen, heißt es im Antrag weiter.

Als Begründung ihres Antrages geben die Unterzeichner an, dass der Ortsteil Hörbering von Neumarkt-St. Veit fußläufig "nur über Umwege oder über die Staatsstraße 2086 unter Inkaufnahme eine hohen Risikos für Leib und Leben erreichbar", heißt es weiter. Dies erschwere soziale Kontakte und beeinträchtige viele Hörberinger, insbesondere Kinder, Einrichtungen und Veranstaltungen in Neumarkt-St. Veit zu nutzen. Dieser Benachteiligung würde durch den beantragten Wegebau abgeholfen, finden die Antragsteller, zumal der Rottweg in seinem bisherigen Zustand bereits stark frequentiert sei und zu einer deutlichen Aufwertung der Gemeinde beitrage.

Bürgermeister Erwin Baumgartner hat bereits angekündigt, dass der Antrag in der nächsten Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch, 25. April, behandelt wird. Im Zuge der Verhandlungen mit den Anliegern und Grundstücksbesitzern soll es Anfang Mai eine Anliegerversammlung geben, signalisiert Baumgartner.

Auch die Hörberinger Initiative sei bereits tätig geworden, informiert deren Sprecher Dr. Rainer Musselmann. Man habe sich einen theoretischen Überblick über mögliche Trassenführungen verschafft. Fazit: Ein Weg entlang der Staatsstraße gestaltet sich als schwierig, weil die Wohnbebauung wohl sehr nahe an der Straße liege.

Attraktiv wäre die Verlängerung des bereits bestehende Rottweges, "wobei dies nur im Konsens mit den Anwohnern und Grundstücksbesitzern erfolgen kann", verdeutlicht Muselmann. Die Verhandlungen, dessen ist man sich bewusst, könne in diesem Punkt nur der Bürgermeister führen, unterstreicht Dr. Musselmann. Die Initiative könne nur Wünsche weitergeben. Und der ist klar formuliert: "Ein Weg, der alle zufrieden stellt."

je/Mühldorfer Anzeiger

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