Wende im Neumarkter-St. Veiter Tötungsdelikt

Tochter fuhr tote Frau zu Polizei

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In diesem Haus wurde eine 39-jährige Frau von ihrem Mann offenbar erwürgt.

Neumarkt-St. Veit – Überraschende Wendung im Fall der getöteten Frau in Neumarkt: Nicht ihr Mann fuhr die Leiche im Auto zur Polizei, sondern seine Tochter aus einer anderen Beziehung.

Überraschende Wendung im Fall der getöteten Frau in Neumarkt-St. Veit: Nicht ihr Mann, der mutmaßliche Täter, fuhr die Leiche im Auto zur Polizei, sondern seine Tochter aus einer anderen Beziehung. Das hat die Polizei bislang anders dargestellt, gestern aber bestätigt.

Der 52-jährige Vater hat laut Polizei vor vielen Jahren den Führerschein wegen Trunkenheit abgeben müssen und sich seitdem häufiger von seiner Tochter fahren lassen. So auch am vorvergangenen Sonntag, dem Tag nach dem Familiendrama. Laut Polizei wusste die 25-Jährige nicht, dass die tote Ehefrau ihres Vaters im Kofferraum lag. Bei der Polizei erlitt die junge Frau einen Zusammenbruch. Sie ist keine leibliche Tochter der Getöteten. Die Polizei begründete ihre Informationspolitik gestern damit, dass sie die 25-Jährige habe schützen wollen. Das müsse jetzt erst Recht geschehen, betonte Direktions-Sprecher Andreas Guske: „Sie wusste nichts von der Tat und war in keiner Weise involviert.“

Am vorvergangenen Samstag hatte der 52-Jährige seine 39-jährige Frau während eines Streits im gemeinsamen Haus in Neumarkt-St. Veit erwürgt. Die drei gemeinsamen Kinder zwischen zwölf und 19 Jahren waren genauso wenig im Haus wie seine 24-Jährige Tochter aus einer früheren Beziehung. Am Sonntag lud der 52-Jährige die Leiche seiner in den Kofferraum seines Autos, rief seine Tochter und ließ sich zur Polizei nach Mühldorf fahren.

hon/Mühldorfer Anzeiger 

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