Viel Asphalt für bessere Straßen

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Die Asphaltdecke weist keine Lücken mehr auf. Die Umgehungsstraße könnte bereits komplett auf deren 3,7 Kilometer Länge befahren werden. Lediglich die Straßenmarkierung fehlt noch. Am 17. Dezember soll die neue B299 für den Verkehr freigegeben werden.

Neumarkt-St. Veit - Knappe drei Wochen noch und die Umgehungsstraße ist fertig. Für Bürgermeister Erwin Baumgartner ist es "unser schönstes Objekt".

Am 17. Dezember soll es soweit sein. Dann endlich kann der Verkehr über die komplette Strecke der Umgehungsstraße fließen, wenn sie offiziell für den Verkehr freigegeben wird. Wegen Problemen mit dem Untergrund an der Eisenbahnbrücke sei es zu dieser Verzögerung gekommen informierte Baumgartner. Ursprünglich für 7,6 Millionen Euro geplant, stiegen die Kosten so auf 12,35 Millionen Euro, "alleine die Brücke in Furth verteuerte sich von ursprünglich 700.000 Euro auf knapp fünf Millionen Euro."

Bei weitem geringer war das Bauvolumen im Bereich der Staatsstraße 2086 nach Massing, die endlich eine neue Asphaltschicht erhalten hat. Knapp 55.000 Euro habe die Stadt für die Abbiegespur zur Firma Ovofit zahlen müssen, man musste damit einer Vereinbarung von 1997 nachkommen, erklärte der Bürgermeister.

Hoch und Tiefs gab es in bezug auf die Radwege nach Hörbering, Teising und Feichten. Die vom Straßenbauamt finanzierte Baumaßnahme nach Feichten rücke immer näher und auch für den Bau eines Radweges nach Teising, den die Stadt selbst zahlen müsste und der im Zuge der Sanierung der Kreisstraße Mü3 errichtet werden könnte, stehen die Vorzeichen günstig. Doch gab es keine Bewegungen, was den Radweg nach Hörbering betrifft. Der Grunderwerb sei derzeit unmöglich, die Finanzierung ungewiss.

Freudestrahlend berichtete Baumgartner dafür von Hochbauprojekten. So sei die Kinderkrippe (Kosten rund eine Million Euro, Zuschüsse rund 588.000 Euro) heuer im April in Betrieb gegangen. Das Leichenhaus sei nach erfolgter Sanierung zum "Schmuckstück" geworden. Die bisherige Wohnung, soll zu einem Verabschiedungsbereich umgestaltet werden.

Im vergangenen Jahr habe die Stadt, so Baumgartner, nicht nur den Flächennutzungsplan auf den Weg gebracht, der das Bauen im Außenbereich erleichtere. Im Gewerbegebiet in der Lorenz-Reißl-Straße sei der Bau von Gehwegen erfolgt. Die zweite Zufahrt an der Landshuter Straße erfolge, sobald die Umgehungsstraße geöffnet ist. Weitere Gewerbetreibende hätten sich angesiedelt, die Firma Bachmann erweitere gerade ihre Firma im Gewerbegebiet "Nord-Ost".

Die Nachfrage nach Baugrundstücken für Privatpersonen beschrieb Baumgartner als gut, besonders im Bauabschnitt drei des Wohnbaugebietes an der Alten Teisinger Straße, das gerade erschlossen wird.

Geburten sind stark zurückgegangen

335 Personen seien im vergangenen Jahr nach Neumarkt gezogen, 287 Wegzüge gab es zu beklagen. Immerhin sei die Gesamteinwohnerzahl wieder aufsteigend mit 6072 (6047 in 2011), die Geburten jedoch mit 34 rückläufig (2011: 51 Geburten). Baumgartner mahnte die Besucher schmunzelnd an, dass sich hier etwas ändern müsse.

Ausführlicher beleuchtete er das Thema schnelles Internet. Während über Telefonkabel bis zu 50 Mbit möglich seien und über Kabel Deutschland bis zu 32 Mbit, beklagte er die schlechte bis fehlende Internetversorgung im nördlichen Drittel der Gemeinde und im östlichen Bereich, vor allem überall dort, wo es andere Vorwahlen gebe. Auf drei Ausschreibungen hätten die Versorger aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit nicht reagiert, immerhin könne die Grundversorgung bis auf einige Lücken über die Funktechnologie LTE erfolgen. Mit Signalverstärkern in Wiesbach, Gmain und Sägmühle sieht er eine Möglichkeit die Internetversorgung zu optimieren. Er hofft außerdem auf das neue Förderverfahren, die Voraussetzungen dafür würden derzeit erarbeitet.

In Sachen Ökostrom geht die Stadt nach Darstellung Baumgartners weiterhin grüne Wege. Im Gespräch ist aktuell eine Fotovoltaikanlage entlang der Bahnlinie der Rottalbahn. Auch Windkraftanlagen sprach er an, verdeutlichte aber, dass die Windstärken im Neumarkter Gemeindebereich zu schwach seien, um wirtschaftlich Strom zu erzeugen. Sechs Meter pro Sekunde wären dafür notwendig.

Baumgartners Ausblick betraf die Aufwertung des Stadtplatzes, nachdem die Umgehungsstraße geöffnet wird. Schon 2013 soll die Grundlagenplanung beginnen und auch der Bürger beteiligt werden. Nach der bevorstehenden Sanierung des Katholischen Kindergartens soll 2014 die Neugestaltung der Badstraße inklusive der Parkplätze erfolgen. Auch wünschte sich Baumgartner Fitnessinseln, dazu soll es noch im Dezember einen Termin mit der Leader-Gruppe geben, um die Fördermöglichkeiten auszuschöpfen. Und dann soll Neumarkt auch noch multimedial werden: Eine Rathaus-App ist in Vorbereitung.

je/Neumarkter Anzeiger

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