Ein Scheck über 1,42 Millionen Euro

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Neumarkt-St. Veit - Hohe finanzielle Anstrengungen unternimmt die Stadt seit Jahren, um den Kanal- und Wasserleitungsbau voranzutreiben. Da kam ein Scheck von Umweltminister Dr. Huber gerade recht.

Entsprechend froh war die Stadt über den Förderbescheid in Höhe von 1,42 Millionen Euro, den Umweltminister Dr. Huber jetzt überreichte.

Erst in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses von Neumarkt-St. Veit wurden die Weichen gestellt für die weitere Erschließung des Außenbereichs mit Kanal und Wasser. 645.000 Euro will die Stadt heuer alleine für den Anschluss von Oberwiesbach und Frauenhaselbach und eines weiteren Anwesens in Oberndorf ausgeben. Ein weiterer Schritt um den Außenbereich Zug um Zug an das gemeindliche Netz anzuschließen.

2,1 Millionen Euro kosten alleine die Maßnahmen, die im Bauprogramm von 2011 bis 2014 vorgesehen sind, wie Bürgermeister Erwin Baumgartner am Dienstag in einer kleinen Feierstunde mitgeteilt hat. Feierstunde deshalb, weil ein warmer Geldsegen auf die Stadt niederprasselte: Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber übergab persönlich den Förderbescheid für die Maßnahmen, die bis 2014 vorgesehen sind, immerhin 1,42 Millionen Euro, was umgerechnet dem Höchst-Fördersatz in Höhe von 70 Prozent entspricht.

Bei der Übergabe sagte der Bayerische Umweltminister: "Die Wasserqualität der bayerischen Flüsse und Seen hat sich dank des flächendeckenden Ausbaus der Kanalisation und des Baus leistungsfähiger Kläranlagen spürbar verbessert. Der Freistaat unterstützt daher seit Jahrzehnten die Städte und Gemeinden bei der Errichtung von Abwasseranlagen." Huber betonte, dass die öffentliche Wasserversorgung auch weiterhin öffentlicher Hand bleiben sollte, man werde sich die Privatisierungspläne nicht von der EU aufdrängen lassen.

In Neumarkt-St. Veit würden aktuell sechs Ortsteile erstmalig an die öffentliche Abwasseranlage angeschlossen. Dazu werden über 6000 Meter Transportleitungen, 3300 Meter Ortskanäle und fünf Pumpstationen errichtet. Knapp 330 Bewohner profitieren von dieser Maßnahme.

Gerne nahm Bürgermeister Erwin Baumgartner dafür den Förderbescheid entgegen. Er sprach von Aufwendungen, die alleine in diesem Jahr im Bereich Wasser rund 560.000 Euro ausmachen würden und im Bereich Kanal rund 800.000 Euro.

Laut Baumgartner entspreche auch die Mischwasserbehandlung nicht mehr den heutigen Anforderungen, diese soll in den Jahren von 2013 bis 2016 Schritt für Schritt mit einem geschätzten Kostenaufwand in Höhe von 1,5 Millionen Euro saniert werden. 2,4 Millionen Euro seien insgesamt in den nächsten Jahren für die Sanierung der Kläranlage vorgesehen.

je/Neumarkter Anzeiger

Rubriklistenbild: © pa

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