Realschule würde Stadt aufwerten

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Insgesamt vier Mitglieder wurden für ihre 30-jährige Zugehörigkeit bei der FrauenUnion geehrt. Vorsitzende Heike Perzlmeier (links) und Kreisvorsitzende Ilse Preisinger-Sontag gratulierten dazu in der Versammlung Edith Korn und Magdalena Lantenhammer. Hanni Holzner und Franziska Obermeier bekommen die Urkunden nachgereicht.

Neumarkt-St. Veit - Die Schaffung einer weiteren Realschulniederlassung im Landkreis beschäftigte auch die Mitglieder der Neumarkt-St. Veit FrauenUnion bei deren Jahreshauptversammlung.

Kreisrat Max Heimerl plädierte klar auf Neumarkt-St. Veit als Standort, Kreisvorsitzende Ilse Preisinger-Sontag für den Standort Mühldorf. Neumarkts FU-Vorsitzende Heike Perzlmeier meinte: "Eine Realschule würde unsere Stadt infrastrukturell aufwerten."

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Die entscheidende Kreistagssitzung über den Standort einer weiteren Realschule wird erst am 5. Juli stattfinden. Doch schon im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Frauen-Union wurde um den Standort gebuhlt. "Wir werden auf jeden Fall ein konkurrenzfähiges Angebot abliefern", warb Stadt- und Kreisrat Max Heimerl im Gasthaus Maier in Teising für Neumarkt-St. Veit. Er sehe die entscheidenden Vorteile in pädagogischer und regionalpolitischer Hinsicht, verhehlte aber auch nicht, dass die Neumarkter Lösung eine sehr kostspielige sei. Die Frauen nutzten die Möglichkeit der Diskussion, plädierten ebenso für Neumarkt, stimmten dabei überein, dass dies die Stadt aufwerte. Einige Mütter, wie Maria Vokinger, beklagten, dass ihre Kinder lange Wege zu den Schulen nach Altötting, Waldkraiburg oder Vilsbiburg in Kauf zu nehmen hätten und plädierten auf einen Realschulstandort im nördlichen Landkreis.

Kreisvorsitzende Ilse Preisinger-Sontag war sich mit Heimerl insofern einig, dass der dritte Standort außerhalb von Waldkraiburg oder Haag liegen müsse. Doch sie stellte sich klar hinter Mühldorf, zumal die Landkreisstadt doppelt so viele Realschüler stellen werde als etwa Neumarkt-St. Veit und sie sich kaum vorstellen könne, dass Mühldorfer die Fahrt nach Neumarkt in Kauf nehmen würden. "In Mühldorf bekommen wir die Schule fast alleine voll, in Neumarkt-St. Veit benötigt man hingegen Schülerströme von auswärts", argumentierte sie. Sie sehe es aber überhaupt nicht ein, eine Schule für Schüler aus benachbarten Landkreisen zu errichten, zumal es sich um Landkreissteuergelder handele und Vilsbiburg außerdem rückläufige Schülerzahlen an der eigenen Realschule aufweise.

Auch die Radwegproblematik war Thema der Versammlung. Heimerl sprach in Bezug auf die Anliegerversammlung zum Radweg nach Hörbering von einem erwartungsgemäßen Ausgang. "Es war klar, dass sich die Grundstückseigentümer solidarisieren".

Für ihn sei damit aber der Radweg noch nicht gegessen. Jetzt müsse der Bürgermeister erst recht nachhaken und den einstimmig im Stadtrat gefassten Beschluss, Verhandlungen aufzunehmen, umsetzen. "Man darf nicht aufhören und muss bilateral auf die Leute zugehen in Vier-Augen-Gesprächen", diese Erfahrung habe er während seiner beruflichen Zeit in der Staatskanzlei gemacht, als es um Grundstücksverhandlungen im Rahmen der Olympiabewerbung für 2018 ging.

Im Anschluss zählte Ortsvorsitzende Heike Perzlmeier eine Reihe von Veranstaltungen auf, die die Frauen-Union durchgeführt oder besucht hat. Ob die Beteiligung beim Hufeisenturnier, das Frauenfrühstück mit Sigrid Kandler, ein gemeinsamer Stand mit der CSU beim Mantelsonntag sowie das Basteln mit Kindern, der Weihnachtsbasar oder der Besuch des CSU-Balles - vieles war geboten.

2507 Euro an Einnahmen standen 2137 Euro an Ausgaben gegenüber, ein Gewinn von 374 Euro konnte somit auf das Sparbuch überwiesen werden, wie Perzlmeier aus dem Kassenbericht der verhinderten Schatzmeisterin Sonja Heiss-Frankl vorlas. Geld, das die Frauen-Union regelmäßig für soziale Projekte verwendet, wie zuletzt in den Pfingstferien der Ausflug mit Kindern an eine Sommerrodelbahn.

Schließlich wies Perzlmeier noch auf Termine hin. Eine Oldtimerbesichtigung in Teising (23. Juni), die Beteiligung an Hufeisenwerfen bei den Nichtrauchern (24. Juni) und bei der CSU ( 30. Juni) sowie beim Kreiskegeln (9. Oktober) sind die sportlichen Tätigkeiten. Das Kinderbasteln ist wieder am 29. Oktober, die Weihnachtsfeier am 11. Dezember.

je/Neumarkter Anzeiger

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