Kinderbonus beim Grundstückskauf

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Neumarkt-St. Veit – Ein Herz für Familien mit Kindern und Geringverdiener zeigt der Stadtrat. Beim Grundstückkauf können sie jetzt profitieren!

Vergünstigungen hat der Neumarkt-St. Veiter Stadtrat für den Grundstückskauf im neuen Baugebiet „Nördlich der Alten Teisinger Straße“ festgelegt. Geringverdiener und Familien mit Kindern profitieren davon.

Im Zuge der Erweiterung des Wohnbaugebietes „Nördlich der Alten Teisinger Straße“ hat der Neumarkt-St. Veiter Stadtrat die Rahmenbedingungen für den Grundstückskauf festgelegt. In diesem dritten Bauabschnitt kommt ab sofort ein Kinderbonus zum Tragen, abhängig vom Einkommen des Käufers. Im freien Verkauf ohne Auflagen kostet der Quadratmeter Baugrund 80 Euro. Zehn Euro billiger wird der Quadratmeter bereits dann, wenn das entstehende Gebäude innerhalb von fünf Jahren nach Verbriefung bezugsfertig ist, für mindestens zehn Jahre ist ein Verkauf verboten.

Die Wohnungsbauförderung greift bei Kindern. Pro Kind wird dem Grundstückskäufer zehn Euro Nachlass pro Quadratmeter gewährt. Dieser Baulandrabatt soll rückwirkend bis vier Jahre nach Abschluss des Kaufvertrags gewährt werden, wie es in der Beschlussvorlage hieß. Der Quadratmeterpreis soll aber mindestens 50 Euro betragen, stellte Bürgermeister Erwin Baumgartner heraus.

Bedingung für den Kinderbonus: Die Bauwilligen müssen innerhalb gewisser Einkommensgrenzen verdienen. Alleinstehende dürfen nicht mehr als 36.000 Euro pro Jahr verdienen, um in den Genuss dieser Vergünstigung zu kommen, bei einem Ehepaar liegt die Einkommensgrenze bei 53.000 Euro, mit einem Kind liegt sie bei 66.000 Euro und mit zwei Kindern bei 80.000 Euro.

Baumgartner ließ nicht unerwähnt, dass die UWG diesen Baulandrabatt für junge Familien via Antrag angeregt hatte. Grundsätzlich sprach dazu auch Max Heimerl (CSU) von einer sehr guten Idee, erwähnte aber auch, dass die CSU-Fraktion bereits 2006 einen ähnlichen Antrag gestellt habe, „ein ganzes Paket, um die Stadt Neumarkt familienfreundlicher zu machen“. Dies sei damals mit der Begründung, dass die Stadt bereits familienfreundlich sei, abgeschmettert worden. „Doch besser später als nie“, freute er sich über die nun einstimmig erfolgte Entscheidung pro Familie.

Baumgartner erwiderte, dass die CSU damals prozentuelle Nachlässe eingefordert habe, die lediglich etwas mehr als zwei Euro pro Kind an Vergünstigung erbracht habe. Man habe sich damals nicht darauf eingelassen, weil die Nachfrage nach Grundstücken auch bedeutend höher gewesen sei.

Um zusätzliche Bauwerber anzulocken, lockerte der Stadtrat einstimmig die Vorgaben zum Hausbau, etwa was Firstrichtung, Bau- oder Dachform betrifft. Ohne Schwierigkeiten und ohne Befreiungen könne so ein Bauvorhaben schneller umgesetzt werden, so Baumgartner. Die Lockerung sei wichtig im Hinblick auf energetisches Bauen, betonte der Bürgermeister außerdem.

Die Erschließung dieses Baugebietes kann umgehend erfolgen. Denn der Stadtrat hat in derselben Sitzung die Erschließungsarbeiten vergeben. Den Zuschlag erhielt die Firma Bauer aus Mitterskirchen für 555.174 Euro und lag damit unwesentlich unter der Kostenschätzung in Höhe von 560.000 Euro. Für die Erweiterung der Wasserversorgung wird jedoch eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 50.000 Euro notwendig. Es handle sich nicht um Mehrausgaben. Zur Deckung dieser Ausgaben werde Geld aus der Haushaltsstelle Straßenbau umgeschichtet, betonte Baumgartner.

je/Neumarkter Anzeiger

Rubriklistenbild: © pa

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