Fußballer auf der Kinoleinwand

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Audienz beim Papst: Diese Szene spielten die Fußballer mit Marianne Sägebrecht.

Neumarkt-St. Veit - Die Fußballer von TSV Neumarkt-St. Veit haben schon einige Filmerfahrung gesammelt. Die Krönung kommt jetzt mit einem Kinofilm.

Zugegeben: In Sachen Film sind die Fußballer vom TSV Neumarkt-St. Veit schon alte Hasen. Sie spielten an der Seite von Schweini, Klose und Co. - und Senta Berger. Ab dem 1. November sind die schauspielerischen Fähigkeiten der Sportler erstmalig im Kino zu bewundern.

Platz nehmen. Still sein. Warten. So läuft das bei einer Papst-Audienz. Genau diese Szene galt es nun für die Fußballer vom TSV Neumarkt-St. Veit mitzugestalten. Dabei wurden sie neben niemand Geringerem platziert, als Marianne Sägebrecht. Der Name des Films: "Omamamia". Am Donnerstag, 1. November, läuft der Streifen im Kino an.

Gesichter der Werbung

In der Pause: Die Komparsen vom TSV.

Sind die Neumarkter so telegen, oder wie kommt es, dass sie ganz groß auf der Leinwand rauskommen? Abteilungsleiter Martin Petermeier kennt die Antwort: "Über eine Bekannte bekam ich vor Jahren mit, dass Komparsen für die ZDF-Serie ,Unter Verdacht' gesucht wurden - und da haben wir uns beworben." 2005 war das. An der Seite von Senta Berger gaben die Neumarkter ihr Bestes. So gut waren sie, dass die Karriere weiter ging. 2007/2008 standen Werbefilm-Aufnahmen an. Dicht an dicht wurde da mit Miro Klose und Sebastian Schweinsteiger gedreht. "Eine Mords-Gaudi war das", erinnert sich Petermeier.

Und weil es eben so lustig war, sagte er nicht Nein, als die Filmproduktionsfirma vor eineinhalb Jahren erneut anfragt. Für "Omamamia". Mit der Sägebrecht eben. Für Petermeier eine stressige Zeit: "Ich hatte nur rund zwei Wochen, um 25 Freiwillige zusammen zu trommeln." Gar nicht so einfach. Der Drehtag lag mitten in der Woche. Viele mussten arbeiten. Deshalb wurden auch Nicht-Vereinsmitglieder rekrutiert: "Zwei bis drei Fußball-Komparsen sind deshalb gar keine Fußballer."

Aber egal: Die Hauptsache war nämlich, dass die Komparsen einheitliche Trickots mitbrachten, um bei der gespielten Papst-Audienz eine gute Figur zu machen. Einem gelang das nicht so ganz. Der streckte seine Beine im Sitz ganz weit aus. So, dass Marianne Sägebrecht nicht vorbei kam. "Da hat sie ihn angestupst", sagt Petermeier - und die Grande Dame fand wohl auch auch ein paar deutliche erzieherische Worte. Anstrengend sei es gewesen. Gedreht wurde von 8.30 bis 20 Uhr in der Residenz. Da bekamen die Komparsen sogar Überstunden-Zuschlag. Wieviel Geld es überhaupt für die Miniauftritte gibt? "Das bleibt ein Geheimnis", sagt Petermeier. "Sitzen, aufstehen, jubeln": So beschreibt er die Aufgabe, die er und seine Mannen beim Filmdreh hatten.

"Momentan ist es ruhig"

Wer den cineastischen Auftritt der Neumarkter nicht verpassen will, sollte sich ab dem 1. November ins Kino begeben. So, wie Martin Petermeier: "Ich gehe am Donnerstag direkt nach Waldkraiburg", sagt er.

Ob er plant, auch weiterhin die Filmkarriere zu verfolgen? "Momentan ist es ruhig geworden", sagt er. Das sei ihm nicht unrecht, "schließlich hängt da schon viel Aufregung und Organisation dran."

Aber das nächste Angebot ablehnen - für einen echten Fußballer kommt das gewiss nicht in Frage. bst

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