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Ministerin verteilt Geld

Geldregen für Neumarkt-St. Veit: 3,2 Millionen Euro Förderung für den Stadtplatz

Eine Ministerin in Neumarkt-St. Veit – das kommt selten vor und ist einen Eintrag ins Goldene Buch der Stadt wert: Kerstin Schreyer beim Signieren mit Bürgermeister Erwin Baumgartner.
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Eine Ministerin in Neumarkt-St. Veit – das kommt selten vor und ist einen Eintrag ins Goldene Buch der Stadt wert: Kerstin Schreyer beim Signieren mit Bürgermeister Erwin Baumgartner.

Die Innenstadt wird zum Erlebnisraum – so umschrieb die bayerische Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU) die Bemühungen zur Neugestaltung des Neumarkt-St. Veiter Stadtplatzes. Die CSU-Politikerin kam in die Rottstadt, um den Förderbescheid der Städtebauförderung persönlich zu überreichen.

Neumarkt-St. Veit – Denn dieser deckt einen Mammutanteil der Sanierungsmaßnahmen: Mit 3,2 Millionen Euro fördert der Freistaat die Neugestaltung, deren voraussichtliche Gesamtkosten die Stadt aktuell mit 5,89 Millionen Euro angibt. Ministerin Kerstin Schreyer betonte, wie wichtig es sei, dass gerade im Zeichen von Corona Orte der Begegnung geschaffen werden. „Solche Projekte brauchen wir auch für den Zusammenhalt vor Ort!“

In Neumarkt-St. Veit werde die Innenstadt zum Erlebnisraum: „zum Einkaufen, zum Feiern oder einfach zum Zeit verbringen!“ Insgesamt unterstütze der Freistaat die Bemühungen der Stadt mit vier Millionen Euro. 800.000 Euro sind bereits geflossen, jetzt würden in der zweiten Bewilligungsrate weitere 3,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Orte der Begegnung und des Erlebens

Seit Anfang der 1970er Jahre seien in ganz Bayern zusammen mit dem Bund und der EU Finanzhilfen in Höhe von 6,9 Milliarden Euro bereitgestellt worden, betonte die Ministerin. Oberbayern habe davon mit 1,2 Milliarden Euro profitiert! „Das ist eine Menge Holz!“ Speziell Neumarkt-St. Veit seien viele Millionen Euro aus der Städtebauförderung zuteilgeworden, um den Kulturbahnhof, Schloss Adlstein und den Herzoglichen Kasten zu sanieren. „Diese leisten einen wichtigen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt und das kulturelle Leben in Neumarkt-St. Veit“, bekräftigte die CSU-Ministerin.

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Insgesamt sprach sie von zehn Millionen Euro, die in den vergangenen Jahren alleine in die Rottstadt geflossen seien. „Und wie ich sehe, ist das Geld sehr gut investiert!“ Gerade in Zeiten von Corona habe die Stadtentwicklung eine völlig neue Dynamik bekommen. Das Internetgeschäft habe durch die Pandemie drastisch zugenommen. Es sei umso wichtiger, etwas zu tun, um die Menschen wieder in die Innenstädte zu bekommen.

Berichte zur Stadtplatzgestaltung finden Sie auch auf unserer Themenseite.

Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) sprach im Schlossgarten zu Adlstein von einem denkwürdigen Tag, „einem sehr schönen und erfreulichen Anlass, dass die Ministerin persönlich den Förderbescheid in Neumarkt-St. Veit übergibt“. Ein langer Planungsprozess mit Besichtigungsfahrten und langen Diskussionen im Stadtrat liege hinter der Stadt. „Letztendlich konnten wir dann Anfang dieses Jahres mit der Entnahme des ersten Granitsteines beginnen!“

Das Ziel: Treffpunkt für Alt und Jung

Baumgartner verglich die Stadtplatzneugestaltung mit einer Kehrtwende, auch bedingt durch die Lebensveränderungen der Gesellschaft. Der Parkplatz werde zum Stadtplatz – im Sinne des Wortes. „Das Zentrum unserer Stadt, mit Einkaufsmöglichkeiten, aber auch mit einer bisher nicht vorhandenen Aufenthaltsqualität.“ Dies sei dringend notwendig. Denn: „Der Stadtplatz soll nicht nur zu den Öffnungszeiten der Geschäftswelt Treffpunkt für Jung und Alt sein, sondern auch zu allen anderen Zeiten.“ Dank sprach er den Mitgliedern des Stadtrates aus, die die Voraussetzungen geschaffen hätten, aber auch den Behörden und vor allem den Anliegern des Stadtplatzes, die noch eine gewisse Zeit Einschränkungen hinnehmen müssten.

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Dem CSU-Landtagsabgeordneten Dr. Marcel Huber ist es wichtig, dass im Freistaat gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land geschaffen werden. Wesentliches Element des Zusammenlebens sei ein funktionierendes Zentrum, wie es auch der Stadtplatz in Neumarkt-St. Veit sei. Dieser sollte nicht nur Parkfläche sein, sondern auch ein Platz zum Verweilen, für Veranstaltungen, zum Einkaufen und für die Gastronomie.

Der Stadtplatz als attraktiver Einkaufsort sei die passende Antwort auf den Wildwuchs der Discounter in freier Prärie. Für ein funktionierendes Innenstadtangebot bedürfe es aber einer vernünftigen Infrastruktur. Die Stadtplatzneugestaltung und die Städtebauförderung sei dafür das richtige Instrument. Allerdings appellierte Dr. Huber an einen „pragmatischen Denkmalschutz“. Will heißen: Altehrwürdige Gebäude sollten keinen Museumsstatus erlangen, sondern vielmehr einer langfristigen Nutzung zugeführt und mit Leben gefüllt werden.

Zur Stadtplatzsanierung in Neumarkt-St. Veit erreichte uns dieser Leserbrief.

Seinen großen Dank richtete Mühldorfs Landrat Max Heimerl (CSU) an die Ministerin und auch an den Freistaat Bayern. „Denn die Investitionen in die Infrastruktur der Kommunen könnten wir uns so nicht leisten“. Heimerl machte deutlich, dass die 3,2 Millionen Euro in einen Raum mit besonderem Handlungsbedarf und einer unterdurchschnittlichen Steuerkraft zugutekommt. Er spricht aber auch von einer „Aufsteigerregion“, die geprägt ist von Zuzügen. Dies spiegle sich auch in den Grundstückspreisen wider.

Strukturveränderungen gemeinsam angehen

Es sei laut Heimerl wichtig, diese Strukturveränderungen gemeinsam anzugehen. Heimerl blickte in diesem Zusammenhang zurück auf seine Zeit als Neumarkter Stadtrat, als das Thema der Stadtplatzneugestaltung großes Diskussionsthema war. „Es gab zu Detailfragen unterschiedliche Meinungen. Doch war es so, dass der überwiegende Teil des Stadtrates das Ziel hatte, Verbesserungen zu erwirken und die Aufenthaltsqualität zu steigern!“

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