Sondersitzung in Neumarkt-Sankt Veit (Teil 2)

Umstrittene Stadtplatzsanierung: "Noch ist nix in Stein gemeißelt"

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Umstrittene Stadtplatzsanierung: "Noch ist nix in Stein gemeißelt"
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Neumarkt-Sankt Veit – Der Stadtplatz soll saniert werden. Das steht fest. Beim „wie“ gehen die Meinungen auseinander. Das zeigte sich auch auf der Sondersitzung des Stadtrates am Mittwochnachmittag.

Wollen wir einen Parkplatz oder wollen wir einen Stadtplatz?“ Diese Frage spitzt in dem Wunsch nach Veränderung. Am Mittwochnachmittag hieß es beispielsweise auch, dass man sich den Stadtplatz auch aus der Sicht der Fremden ansehen müsse. Was hier im Rahmen der Sanierung schließlich passiert, müsse die nächsten 50 Jahre halten – für die Bürgerinnen und Bürger und für Gäste von außerhalb.

Was wird mit den Bäumen?

Einige der Winterlinden am Stadtplatz würden alles andere als gesund aussehen, so die beauftragte Planerin Elke Berger während der Vorstellung des geänderten Grobkonzeptes. Auch würden sie in ihrer Anordnung neben den Charakter einer Durchfahrtsstraße unterstützen und genau davon wolle man schließlich wegkommen. Das sieht man im Stadtrat nicht einstimmig so. Schön seien sie und mit einer Höhe von durchschnittlich 10 Metern entstehe ein wunderbares Bild. Ein Punkt, um den es wohl auch im Rahmen der bevorstehenden Bürgerbeteiligung gehen wird.

Sanierung des Stadtplatzes: Warum dieser Plan nur ein Rohentwurf ist

Ist die Bürgerbeteiligung ausreichend oder geht da mehr?

Zur Bürgerbeteiligung stellte Stadtrat Maximilian Heimerl (CSU) die Frage, ob das ausreichend sein kann oder ob man in dieser Richtung mehr machen sollte. Er bezog sich dabei auf eine Aktion der CSU Neumarkt-Sankt Veit auf deren Facebookseite.

Rund 4.300 Menschen seien erreicht worden und einschließlich Folgekommentaren seien rund 40 Meinungen zur Sanierung des Stadtplatzes eingegangen, so Heimerl zum Stand am Mittwoch.

Es folgte eine Diskussion über die Verwertbarkeit von Kommentaren in den sozialen Medien. Heimerl konterte damit, dass diese Kommentare zeigen würden, wie wichtig dieses Thema für die Bevölkerung ist. „Die Menschen machen sich Gedanken.“ Klar sei nicht alles durchsetzbar und schon gar nicht ohne Prüfung aber diesen Weg von vorne herein auszuschließen, sei falsch.

Stadtplatz oder Parkplatz oder geht beides im Rahmen der Sanierungsarbeiten im Zentrum von Neumarkt-Sankt Veit?

Als Gegenargument zu Heimerls Ausführungen wurde angeführt, dass die Bürgerinnen und Bürger zuerst ausführlich informiert werden sollten. Viele der Kommentare auf der Facebookseite des CSU Neumarkt-Sankt Veit würden diesen Informationsmangel zeigen.

Wird das nicht zu teuer?

Zum Diskussionspunkt Kosten führte der Erste Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) aus, dass es Stand jetzt um eine Summe von 3,5 Millionen Euro gehe bei einer zu erwartenden Förderung von 60 bis 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Die „kleine Version“ belaufe sich auf 2,3 Millionen Euro ohne Zuschussmöglichkeiten. So oder so: Geld, das freilich alle Mandatsträger bestmöglich verwendet sehen wollen.

„Noch ist nix in Stein gemeißelt“

Parkplätze, Belag, Bäume, (...) und schließlich Barrierefreiheit – „Noch ist nix in Stein gemeißelt“, stellte Bürgermeister Baumgartner nach über 90 Minuten in der Sondersitzung des Stadtrates am Mittwochnachmittag fest. Der nächste Schritt müsse jetzt die Bürgerbeteiligung sein. Dazu müsse der Stadtrat den nach der Anliegerbeteiligung bereits schon einmal geänderten Rohentwurf beschließen. Das hat der abstimmungsberechtigte und anwesende Teil des Gremiums dann auch gemacht.

"Noch ist nix in Stein gemeißelt". So endete die Sondersitzung des Stadtrates von Neumarkt-Sankt Veit zur umstrittenen Sanierung des Stadtplatzes.

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