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Masern-Impfpflicht bleibt: Bundesverfassungsgericht weist Eltern-Klagen ab

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Schwieriger Fall im Bauausschuss

Zu groß und zu wuchtig? Neumarkter Bauausschuss lehnt massive Bebauung im Kirchenweg ab

An dieser Stelle sollen die Reihenhäuser entstehen,ginge es nach dem Investor. Der Bauausschuss hat die Pläne aber erst einmal abgelehnt.
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An dieser Stelle sollen die Reihenhäuser entstehen,ginge es nach dem Investor. Der Bauausschuss hat die Pläne aber erst einmal abgelehnt.

Trotz Sorgen, dass der Investor abspringen könnte: Vier geplante Reihenhäuser sind dem Gremium dann doch zu wuchtig. Der Bauausschuss lehnte das Bauvorhaben am Kirchenweg ab.

Neumarkt-St. Veit – „Ein etwas schwieriger Fall“, meinte Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) zu einem Antrag, der die Errichtung von vier Wohneinheiten am Kirchenweg zum Inhalt hatte. Der Neumarkter Bau- und Umweltausschuss hatte in seiner jüngsten Sitzung darüber zu befinden – und lehnte das Bauvorhaben ab.

Vier Reihenhäuser mit jeweils zwei Vollgeschossen, dazu acht Stellplätze. Es ist eine massive Bebauung, die ein Investor am Kirchenweg plant. Die Verwaltung hatte schon im Vorfeld der Sitzung darauf hingewiesen, dass sich das Vorhaben nicht in die Eigenart der näheren Umgebung einfüge, „da bei den Grundstücken in der näheren Umgebung nicht so viel Fläche überbaut ist“.

Ein Nachbar hatte seine Unterschrift verweigert

Es lagen auch nicht alle Nachbarunterschriften vor, einer von vier hatte seine verweigert. Und auch im Ausschuss tat man sich schwer, den Antrag auf Vorbescheid zu befürworten. Bürgermeister Baumgartner jedenfalls warnte davor, den Tagesordnungspunkt abzusetzen, weil damit das Einvernehmen als erteilt gelten würde.

Kritik an „massiver Bebauung“

„Es handelt sich um eine massive Bebauung. Doch orientiert sie sich an der Umgebung? Das ist schwierig einzuschätzen“, sagte Baumgartner.

Peter Gruber (CSU) könnte sich gut vorstellen, dass sich das Gebäude gut einfügt. „Aber das Gelände ist alles andere als einfach“, fand er.

Wenn dann auch noch die Post kommt, dann wird‘s eng

Michael Lächele (UWG) äußerte Bedenken, dass genug Platz für die vom Investor kommunizierten acht Stellplätze vorhanden sei. „Wenn dann auch noch Bofrost, Post und Pflegedienst vorbei müssen, wird‘s eng. Das wird nicht funktionieren.“ Der Bauträger solle sich erklären, forderte Lächele oder er solle die Stellplätze reduzieren.

Baumgartner ergänzte dazu, dass die allgemeine Stellplatzverordnung pro Wohnung nur einen Stellplatz vorsehen würde. Ludwig Spirkl (SPD) gab zu: „Ich tue mir hart, mir vorzustellen, wie das Gebäude aussehen soll.“ Dazu sagte Baumgartner, dass es lediglich ums Baurecht ginge. „Wir können da jetzt schlecht eine Ansicht fordern.“

Landratsamt kann Entscheidung revisieren

Peter Hobmaier (UWG) verhehlte nicht, dass ihm die gesamte Planung zu groß, zu wuchtig sei. Auch die Straße entlang des Gebäudes sei ihm zu eng geplant.

Das Haus ist stark renovierungsbedürftig.

Baumgartner informierte das Gremium, dass der Ausschuss das Anliegen ablehnen könne. Es müsse ihm aber bewusst sein, dass das Landratsamt die Entscheidung revidiert und das Einvernehmen erteilt. Mit einer Ablehnung durch den Ausschuss könne man aber vielleicht erwirken, dass eine Umplanung erfolgt. „Das wäre dann der charmanteste Weg.“

Am Ende war die Entscheidung dann aber doch deutlich

Stadtrat Gruber äußerte noch die Sorge, dass der Investor bei einer Ablehnung abspringen könne. Letztlich war die Entscheidung aber deutlich. Mit 6:2 hat der Bauausschuss der Antrag auf Vorbescheid abgelehnt.

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