"Chance ergreifen"

Neumarkt St. Veit will öffentliches Carsharing einrichten

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Entlang der A8 hat der in Südbayern aktive Verein „landmobil e.V.“ beispielsweise schon eine Reihe von E-Ladesäulen in der Region verwirklich
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Neumarkt St. Veit - Auf seiner Oktobersitzung am Donnerstag beschloss der Stadtrat einstimmig die Mitgliedschaft im „landmobile e.V.“.

Der Verein, der die Elektromobilität voran bringen möchte, hat sich in den vergangenen Jahren bereits im Chiemgau verdient gemacht hat. 

Jetzt hat er sich zusammen mit dem Landratsamt Mühldorf erfolgreich um Fördermittel der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung beworben und sucht nun geeignete Orte, um die Fördermittel auch abrufen zu können. Nach dem Beschluss des Neumarkter Stadtrates vom Donnerstag, soll der ÖPNV dort in Zukunft eine fortschrittliche Erweiterung erhalten, indem ein stark subventioniertes Elektroauto angeschafft wird. 

„Neben den paar hundert Euro Mitgliedsbeitrag im Jahr“, erklärte Bürgermeister Erwin Baumgartner(UWG), „soll uns das E-Auto nur 3.000-5.000 Euro kosten!“. 

Neumarkt St. Veit: E-Tankstelle am Bahnhof?

Rund 80 Prozent der Anschaffungskosten hingegen sollen dann aus den Fördermitteln der Bundesanstalt gedeckt werden. Darüber hinaus könne man darauf hoffen, dass im gleichen Zuge auch noch eine E-Tankstelle errichtet wird, wie Kämmerer Thomas Menzel von der Stadtverwaltung erläuterte, „vielleicht am Bahnhof“. 

Schon in den vergangenen Jahren hatte der Verein von Grabenstätt bis Weyarn schon eine Reihe von E-Tankstellen im Chiemgau errichtet. Die eingereichte Projektskizze nun sieht ausdrücklich die Möglichkeit zur Errichtung einer weiteren E-Tankstelle vor. 

Über die genauen Modalitäten, also beispielsweise was für ein Fahrzeug es denn werden könnte, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch Nichts fest. Auch nicht darüber, wie das Fahrzeug gebucht werden kann und wie das dann abgerechnet wird. „Ich bin trotzdem dafür, weil ich dann hoffentlich mal ausprobieren kann, wie das mit der E-Mobilität wirklich ist“, erklärte der CSU-Stadtrat Reinhard Fuchs. 

Chance ergreifen

Auch UWG-Stadtrat Werner Kitschke begeisterte sich direkt für das öffentliche E-Mobil: „Wenn es schon so stark gefördert wird, sollten wir jetzt die Chance ergreifen!“. Die Abstimmung verlief einstimmig für das E-Auto. 

Auch andere Gemeinden im Landkreis Mühldorf entscheiden momentan über die Teilnahme an dem Förderprojekt. Während beispielsweise Niederbergkirchen dem öffentlichen E-Auto bereit eine Absage erteilt hat, war Oberbergkirchen auf der letzen Gemeinderatssitzung dafür.

pbj

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