Neue Leiterin des Standesamts

Sie ist Neumarkts Herrin der Trau-Ringe

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Hängt dieses Schild hinter einem der Parkplätze vor dem Rathaus in Neumarkt-St. Veit, wird mal wieder ein Paar getraut.
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Neumarkt-St. Veit - Veronika Schmid ist die neue Leiterin des Standesamts. Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt sie, warum das (fast) ein Beruf wie jeder andere ist.

Standesbeamter - ein Beruf wie jeder andere? Wer beim Standesamt nur an Trauungen denkt, wird enttäuscht. Die Arbeit von Veronika Schmid, neue Leiterin des Standesamts der Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt-St. Veit, ist vielseitig und freilich nicht immer so romantisch wie eine Hochzeit. So fallen in den Aufgabebereich des Standesamts die Beurkundung von Sterbefällen und die Ausstellung von Urkunden. "Die Beurkundung von Geburten haben wir aber nicht, weil wir kein Krankenhaus haben", erklärt Schmid. Hinzu kommen die Anmeldung von Eheschließungen (früher hieß das "das Aufgebot bestellen") und eben die Trauungen selbst.

"Es ist einfach was Besonderes"

Veronika Schmid mit einem alten Heiratsbuch. Darin sind die Eheschließungen in Neumarkt-St. Veit der Jahre 1927 bis 1938 eingetragen.

Dass Schmid Standesbeamtin wurde, hat sich mehr oder weniger einfach ergeben. Seit 2008 arbeitete die 29-Jährige wieder für die Verwaltungsgemeinschaft, schon ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten hatte Schmid dort absolviert. Zuletzt war sie im Bauamt der VG tätig, ehe sie Ende 2012 die Leiterin des Ordnungsamts wurde. Zum Ordnungsamt - unter anderem für Gewerbe, Soziales und das Volksfest zuständig - gehört auch das Standesamt und so wurde Schmid Anfang 2013 zur Standesbeamtin ernannt. Seit Donnerstabend ist sie nun die Leiterin des Standesamts.

Wie Schmid erklärt, brauchen Standesbeamte keine besondere Ausbildung, allerdings gebe es einen Kurs extra für Standesbeamte, den auch sie selbst absolviert habe. Für die VG sind insgesamt drei Standesbeamte im Einsatz, keiner von ihnen ist allerdings tatsächlich Beamter. "Wir sind alle Angestellte", erzählt Schmid. Standesbeamte dürfe man sie und ihre Kollegen aber dennoch nennen.

Schmid selbst hat noch gar nicht so viele Paare getraut. "Das macht immer der Bürgermeister, wenn er Zeit hat", so die 29-Jährige. Allerdings sei immer ein Standesbeamter der VG mit dabei. "Das muss nicht sein, ist aber bei uns so üblich." Die Trauungen sind für Schmid alles andere als alltäglich. "Der Bürgermeister sagt es auch: Es ist einfach was Besonderes. Und so ist es auch", erzählt die 29-Jährige.

Schon zehn Trauungen in der VG 2014

Letztes Jahr gab es in der VG 19 Eheschließungen, 2012 waren es 32. In diesem Jahr gaben sich bereits zehn Brautpaare in der VG das Ja-Wort. Wie viel Bestand eine Eheschließung in Neumarkt-St. Veit hat, kann Schmid nicht sagen. Über die Scheidungen der in der VG geschlossenen Ehen führt das Standesamt keine Statistik. Ihr sei es allerdings noch nicht passiert, dass ein Mann oder eine Frau zum zweiten Mal eine Ehe angemeldet hätte. Ihre Kollegen, die schon länger als Standesbeamte arbeiten, hätte dies natürlich schon mal erlebt. "Die, die ich mitgekriegt habe, sind alle noch verheiratet", so Schmid.

Eine ganz besondere Trauung für Schmid, die selbst ledig ist, gibt es in wenigen Tagen. "Ich darf im April gute Freunde von mir trauen. Das ist schon was Besonderes."

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