Probe für den nuklearen Ernstfall

Gelungene Katastrophenübung in Neumarkts Mittelschule

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Neumarkt-St. Veit - Gelungene Katastrophenübung  in Neumarkts Mittelschule.

„Um bei einem äußerst unwahrscheinlichen, aber nicht gänzlich auszuschließenden kerntechnischen Unfall rechtzeitig Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergreifen zu können, werden die Katastrophenschutzpläne von Fachleuten laufend aktualisiert.“, informierte Alfons Völk, der Sachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung der Bezirksregierung von Niederbayern zu Beginn der Großübung zum Katastrophenschutz in Neumarkt-St. Veit. 

Nukleare Katastrophenschutzübung in Neumarkt-St. Veit

Jedes Jahr würden deswegen solche Übungen abwechselnd mit den drei niederbayerischen Notfallstationsgruppen durchgeführt. Am Samstag führte die Landshuter Notfallstationsgruppe diese Übung an der Mittelschule in der Rottstadt durch. Ihr gehören noch Katastrophenschutzeinheiten der Feuerwehren der Landkreise Rottal-Inn, Straubing-Bogen und Passau dazu.

Der Fachbereichsleiter des Mühldorfer Landratsamtes, Klaus Braun, hatte zusammen mit den Feuerwehren und dem Katastrophenschutz die Übung vorbereitet, die Brandmeister Robert Blasi von der Feuerwehr Ahrain als Einsatzleiter, nach gründlicher Vorbereitung, dann ruhig und bestimmt auch erfolgreich durchführte. 

250 Helfer proben den Ernstfall

Von den insgesamt rund 250 Teilnehmern warteten etwa 100 im Feuerwehrhaus Neumarkt-St. Veits als „Katastrophenopfer“ auf ihren Abtransport zur „Dekontamination“ am Schulgebäude. Hier durchliefen sie dann ein System von Rettungsmaßnahmen, wodurch schließlich das Ausmaß der Schädigung erkannt wurde. Es begann mit der Personenfeststellung und einem Erste-Hilfe-Angebot, führte zu zwei Kontaminationsprüfstellen, wonach nur mehr die „Kontaminierten“ weiter behandelt wurden. 

Diese wurden nach dem Duschen erneut auf Kontaminierung gemessen, ehe sie zum Arzt geführt wurden. Dieser entschied nach Befragung und Untersuchung den weiteren Behandlungsschritt, der zwischen Entlassung oder Einweisung ins Krankenhaus liegen konnte. Erst in der 18. Station war für die Strahlungsopfer diese Prozedur beendet.

Die für diese Rettungsmaßnahmen eigens ausgebildeten Feuerwehrleute trugen weiße Schutzanzüge und Atemschutz, was auf die Opfer irgendwie einen beruhigenderen Eindruck machte als die auffälligen Farben der Feuerwehrler. Selbst hinter den Masken klangen ihre Stimmen unaufgeregt leise. Es gab keinerlei Panikanzeichen bei irgendeiner Station. 

Die gute Betreuung war im ganzen Verlauf gewährleistet

In der Nachbesprechung interessierten sich die erschienenen Fachleute aus allen Teilen Südbayerns, die den Ablauf genau verfolgt hatten, wie die Weiterbehandlung z. B. kontaminierter Opfer und der Verletzten gewährleistet sei. 

Hier konnte Katastrophenfachmann Klaus Braun auf rund 1700 erfasste Betten verweisen, die im Notfall zur Verfügung stehen könnten. Auch die Logistik, die heute bestens klappte, könne im Ernstfall durch gemeldete Omnibusse und Fahrer sehr erweitert werden.Eine insgesamt gelungene Großübung, deren Realität sich aber niemand wünscht.

Jaenssch

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