Letzter Zug fährt am 6. Oktober

Kein Schienenverkehr mehr zwischen Neumarkt und Marklkofen

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Neumarkt-St. Veit/Frontenhausen-Marklkofen - In einer Woche ist es vorbei, dann fährt kein Zug mehr auf dieser Bahnstrecke. Per E-Mail hat das die Verwaltung des ZAS am Mittwoch mitbekommen.

Zu marode sei die Strecke, auf der der Zweckverband Abfallverwertung Südostbayern (ZAS) bisher seinen Müll transportiert hat. Als einziges Unternehmen nutzte der ZAS noch die Schiene in Richtung Niederbayern, nachdem der Personenverkehr schon lange zuvor eingestellt worden war – der letzte Personenzug nach Frontenhausen-Marklkofen fuhr im September 1970.

In den vergangenen Jahren wurde diskutiert, ob eine drei Millionen Euro teure Sanierung der Strecke lohnenswert sei. Sogar bis in den Landtag schaffte es die Debatte. Die Sanierungskosten seien zu hoch angesetzt, meinte MdL Günther Knoblauch im November 2016. "Es könnte auch mit deutlich weniger als drei Millionen Euro bewältigt werden." Die Strecke wäre auch wichtig für den Personenverkehr in der Region, betonte Knoblauch damals. Es müsse verhindert werden, dass alle Transporte auf die Straße verlegt werden.

Von der Schiene auf die Straße 

Doch auch der Güterverkehr auf dieser Streck wird nun eingestellt - dem ZAS bleibt eine knappe Woche, um von der Schiene auf die Straße umzusteigen. "Das ist aber machbar", erklärt Rolf Möbus, Pressesprecher des ZAS. Der ZAS verfüge über ausreichend Erfahrungswerte, den Müll über Lastwagen von der Niederlassung in Marklkofen nach Burgkirchen zu befördern. 

Nächste Woche verkehren die Güterzüge noch zwischen Marklkofen und Neumarkt-St. Veit. Die vorerst letzten Müll-Fahrten werden am Freitag, den 6. Oktober, stattfinden. 

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Rubriklistenbild: © picture alliance / Karl-Josef Hi

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