Kürzlich in Berlin ausgezeichnet

Engagierte Neumarkterin berichtet: Darum ist Blutspenden so wichtig

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Wilma Kalisch beim Spendentermin in Schwindegg und bei ihrer Ehrung in Berlin.
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Neumarkt-Sankt Veit/Schwindegg - Die Neumarkterin Wilma Kalisch vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) wurde vor kurzem für ihre 30-jähriges Engagement für das Blutspenden in Berlin ausgezeichnet. Wir haben sie bei einem Spendentermin in Schwindegg getroffen.

Kalisch wurde im Rahmen des Weltblutspendetages am 14. Juni für 30 Jahre Einsatz bei Blutspendeterminen geehrt. "Es war eine große Freude für mich", berichtet sie, "Aber die Ehrung bedeutet für mich auch eine sehr große Wertschätzung."

Ohne das Team ginge es nicht

Es ist der Dienstagnachmittag in Schwindegg. Das Bayerische Rote Kreuz, bei dem sich Kalisch engagiert, lädt zu einem Blutspendetermin in der Schule ein. Es ist ein reges Kommen und Gehen. Frauen und Männer jeden Alters kommen, um zu spenden. Manche allein, andere in Gruppen. Es sind viele Eltern oder Mütter mit ihren Kindern darunter. Als erstes müssen sie dabei zur Registrierungsstelle von Wilma Kalisch. Dort müssen sie sich ausweisen und erhalten ein Formular zum Ausfüllen. Nach einer ärztlichen Untersuchung geht es dann zum Spenden. Im Anschluss müssen die Spender noch für eine kurze Beobachtungszeit da bleiben. Denn Blut zu spenden lässt einen erschöpft zurück. Gerade bei den derzeit hohen Temperaturen beobachten die Helfer des BRK daher die Leute, welche die Zeit mit einer kleinen Brotzeit überbrücken. Zum Abschied gibt's dann noch ein kleines Dankeschön, in Form eines Geschenks für alle Spender. Darunter auch Kinderspielzeug, dass bei den Kleinen für viel Freude sorgt.

Ob in der Küche ...

Kalisch blickt mit großem Stolz und Freude auf ihr langjähriges Engagement für das Blutspenden zurück. Sie habe viel Schönes dabei erlebt. "Einmal kam beispielsweise ein Vater mit seiner Tochter. Sie war gerade an diesem Tag 18 geworden und wollte aus diesem Anlass Blut spenden!", berichtet Kalisch freudig."Da gab es dann auch beim Spenden vom ganzen Team ein Geburtstagsständchen." Vielfach kämen auch Eltern mit ihren Kindern. Dem Nachwuchs würde dadurch die Angst vor den Nadeln bei der Spende genommen, das sei wichtig. 

... oder beim Verteilen der Dankeschön-Präsente: Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer ginge es nicht.

Besonders stolz sei sie auf ihr Team. "Sie unterstützen mich bei allen Terminen hervorragend! Ohne sie könnte ich das niemals so gut schaffen!"

Viele gute Gründe für das Blut spenden

"Dafür, warum man Blut spenden sollte, gibt es verschiedene Gründe", erklärt Kalisch. Für viele Erkrankungen sei das menschliche Blut oft die einzige Behandlungs- oder Heilungsmöglichkeit. "Trotz der Errungenschaften der modernen Hochleistungsmedizin sind Präparate aus Spenderblut bei Tumorpatienten, Organtransplantationen und in der Behandlung von Blutkrebs sowie bei Operationen unverzichtbar! Denn noch kann es schlicht nicht künstlich hergestellt werden." Außerdem seien Blutspender "stille Lebensretter", die in kurzer Zeit mit ihrer Spende bis zu drei Menschen helfen könnten. "Für den Spender bedeutet das regelmäßige Blutspenden aber auch eine Kontrolle der eigenen Gesundheit! Vor jeder Spende prüft der Arzt den Blutdruck und die Temperatur und es wird der Hämoglobin-Wert des Blutes ermittelt." 

Wer spenden kann:

  • Erstspender kann, mit der Vollendung des 18. Lebensjahres, grundsätzlich jeder werden.
  • Erstspender kann man dann noch bis 64 werden. Das Höchstalter für Spender ist 73.
  • Man sollte aber keine Erkrankungen haben, keine Medikamente nehmen und sich gut fühlen. Ein Arzt klärt aber vor Ort, ob man als Spender geeignet ist.
  • Wer beispielsweise eine Operation hatte oder gepierct wurde, darf für eine Weile nicht mehr spenden.

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