Neumarkt-Sankt Veit setzt weiter auf Ökostrom

Bürgermeister Baumgartner: Ökostrom ja - Mehrkosten nein

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Neumarkt-Sankt Veit – Auch von 2020 bis 2022 sollen 100 Prozent Ökostrom ohne Neuanlagenquote für die kommunale Stromversorgung beschafft werden. Das hat der Stadtrat bei seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

"Der Preis für Ökostrom ohne Neuanlagenquote nähert sich dem Preis für Normalstrom an", heißt es. Bei einem Vertrag mit einem Anbieter mit Neuanlagenquote verpflichtet sich der Auftragnehmer, also der Stromlieferant, "während des gesamten Lieferzeitraums einen Anteil von mindestens 50 Prozent des gelieferten Stroms pro Kalenderjahr aus Neuanlagen zu liefern." Das bedeutet, dass dieser Ökostrom teurer ist. Mit den Mehreinnahmen wird also – kurz gesagt – in Neuanlagen investiert.

Für Investitionen nicht zuständig

In Neumarkt-Sankt Veit ist man im Stadtrat der Meinung, dass eine Kommune nicht für den Ökostromausbau zuständig ist, nicht auf diese Art, nicht im Modell eines Vertrages basierend auf der Neuanlagenquote. Das erklärt Bürgermeister Erwin Baumgartner am Mittwochnachmittag auf Nachfrage von innsalzach24.de. Tatsächlich würde dieser Ökostrom mehr kosten. Sehr wohl aber setze man aber auf Strom aus regenerativen Energiequellen und das nicht zum ersten Mal.

Ökostrom ja, Mehrkosten nein

Betroffen von dieser Entscheidung des Stadtrates ist jeder öffentliche Strom, angefangen von den Straßenlaternen bis hin zum Licht in den Zimmern des Rathauses. Die Stadt arbeitet in punkto Strombeschaffung mit der Kubus GmbH zusammen. Die hat sich im Städtetag offenbar aufgrund des Fachwissens einen Namen gemacht.

Das Prinzip in einfachen Worten: Wer mehr kauft kriegt auch mehr Rabatt. In Beamtendeutsch heißt das "Bündelausschreibung". "Der Vergleich der Ergebnisse der Bündelausschreibung 2017 bis 2019 mit den Ergebnissen der Ausschreibung 2014 bis 2016 zeigt ein deutliches Einsparpotential in Höhe von zirka 42 Prozent bei den reinen Energiekosten."

Rubriklistenbild: © picture alliance/Patrick Pleul

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