Viele Entscheidungen nötig gewesen

Stadtplatzsanierung: Was kommen wird und was nicht

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Der Entwurf für den Stadtplatz.
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Neumarkt-Sankt Veit - Die Stadtplatzsanierung ist wieder einen ordentlichen Schritt weiter. Es galt, viele Entscheidungen zu treffen.

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass im September 2018 ein erstes Grobkonzept für die Stadtplatzsanierung verabschiedete. Am Dienstag ging es dann in einer Sondersitzung um den aktuellen Planentwurf für die Stadtplatzsanierung. Diesem wurde einig die Zustimmung ausgesprochen.

Die Verwaltung wurde beauftragt für die entsprechenden Förderanträge bei der Städtebauförderung zu stellen. Nun können die weiteren Planungsphasen folgen. Diese beinhalten die Ausführungsplanung, die Vorbereitung der Vergabe und Mitwirkung der Vergabe aller Gewerke.

Viele Details abzuklären

Bevor es aber zum Gesamtentschluss kommen konnte, mussten noch eine Reihe von Details geklärt werdem. Entschieden werden musste über:

  • die Notwendigkeit eines Zebrastreifens am Stadtplatz
  • die Auswahl des Belagsmaterials des Gehweges
  • die Standorte von zusätzlichen Bäumen am Stadtplatz
  • die Verlegung des Granitkleinsteinpflasters in gebundener oder ungebundener Bauweis
  • die Umsetzung der Anfahrtsschwelle
  • das Leitsystem für seheingeschränkte Personen

Keine Rückkehr des Zebrastreifens

Nach der Sanierung der alten B299, welche als Ortsdurchfahrt aufgrund der Ortsumgehung abgestuft wurde, musste die Markierung des Zebrastreifens am Stadtplatz neu aufgebracht werden. Im Oktober 2013 wurde, auf Empfehlung der Polizei, beschlossen, den Zebrastreifen probeweise zu entfernen. Grund ist, dass aus polizeilicher Sicht dadurch eine Scheinsicherheit vermittelt wird und sich vermehrt Unfälle bilden könnten. Es gab jedoch den Wunsch aus der Bevölkerung, den Zebrastreifen wieder einzuführen.

Die Überlegungen zum Zebrastreifen.

Auch die Stadtverwaltung sieht ihn nicht mehr als nötig an. Unter anderem sei im neuen Konzept für den Stadtplatz vorgesehen, dass dort nur noch Tempo 30 statt 50 erlaubt sein wird. Auch würde beispielsweise das Heranführen des neuen Belags in Form von Stichwegen und das taktile Leitsystem den Fußgängern das Queren an den meisten Stellen erleichtern.

Mit 13 zu 4 Stimmen sprach sich der Rat schließlich gegen eine Wiedereinrichtung des Zebrastreifens aus.

Entscheidungen zu Platten, Pflaster und Bäumen

Beim Belag für den Gehweg fiel die Wahl auf großflächige Granitplatten in gelblich-grauem Farbton. Hinsichtlich der Verlegung des Granitkleinsteinpflaster entschloss man sich, dass die Parkflächen für die Fahrzeuge in ungebundener Bauweise soweit wie möglich mit dem Bestandsmaterial gestaltet werden sollen.

Die geplanten zusätzlichen Bäume sollen gemäß der bisherigen Planungen umgesetzt werden. Es soll nochmals geprüft werden, ob weitere Bäume geplant werden können. Die sogenannte "Große Platzsituation" könne im gewissen Umfang geändert beziehungsweise angepasst werden. Es soll weiterhin geprüft werden, ob Bestandsbäume erhalten werden können.

Anfahrschwelle fällt weg

Die Überlegungen zur Anfahrtschwelle.

"Dass die Anfahrschwelle neben der ihr zugedachten Funktion der Verhinderung des Überfahrens auch eine Gefahrenstelle für Fußgänger darstellen könnte, ist nicht ganz von der Hand zu weisen", so die Stadtverwaltung.

"Dieser Eindruck wurde im Rahmen der Beteiligungstermine insbesondere von Menschen mit Handicap bestätigt. Auch in den beantworteten Fragebögen wurde die Schwelle thematisiert." 

Daher sprach sich das Gremium dafür aus, dass die Schwelle komplett wegfallen soll.

Kompromiss bei Rillensteinen nötig

"Die Gespräche mit den Betroffenen haben ergeben, dass das Mitführen der Rillensteine auf gesamter Länge des Stadtplatzes nicht erforderlich ist, sondern dass der Oberflächenunterschied grundsätzlich als Leitlinie spürbar ist", so die Stadtverwaltung zum Stand beim Leitsystem für seheingeschränkte Personen.

Von verschiedenen Stellen gab es außerdem Einwände und Anmerkungen zur Gestaltung. Daher soll mit allen Beteiligten nochmals zusammen eine gemeinsame Kompromisslösung erarbeitet werden.

Der Stadtrat ist darüber zu informieren und soll über den Kompromiss entscheiden.

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