Trat bei Hochwasser 2016 über Ufer

Wie gefährlich ist der Schermer Bach? Stadt will Prüfung

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Neumarkt-Sankt Veit - Der Stadtrat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, eine Sicherheitsüberprüfung der bestehenden Stauanlage und eine Gefährdungsbetrachtung des gesamten Schermer Baches bis zur Rott unter der Berücksichtigung des gesamten Einzugsgebietes durchführen zu lassen.

Starker Regen im Juni 2016 sorgte für eine Anschwellung des Schermer Baches, der anschließend das Baugebiet "Am Brunnberg" überschwemmte. Danach wurde die Frage laut, ob die Rückhaltebecken noch zeitgemäß seien. Bereits 2017 hatte daher die Stadt eine Überprüfung der Rüchhaltebecken durch ein Ingenieurbüro durchführen lassen. Diese ergab, dass die Hochwasserschutzmaßnahmen am Schermer Bach ausreichend seien. 

Schermer Bach soll nochmal unter die Lupe genommen werden

"Nachdem nun ein weiterer Bereich des Schermer Baches flussabwärts versiegelt werden soll, wurde seitens des Wasserwirtschaftsamtes angeraten, eine Sicherheitsüberprüfung der bestehenden sechs Stauanlage und eine Gefährdungsbetrachtung des gesamten Schermer Baches im Gemeindegebiet bis zur Rott unter der Berücksichtigung des gesamten Einzugsgebietes durchführen zu lassen", so die Stadtverwaltung. Ebenso solle die Leistungsfähigkeit des gesamten Schermer Bachs überprüft werden, sowie die verbleibenden Risikobereiche ermittelt werden. "Die alten vorhandenen Berechnungen sollen nochmals nach den einschlägigen Normen und Regelwerken für Hochwasserrückhaltebecken auf Plausibilität geprüft, insbesondere Hydrologie, Hydraulik, Standsicherheit und so weiter." Dabei solle auch geklärt werden, ob Anpassungen nötig sind.

Laut der Stadtverwaltung sei eine bis zu 75-prozentige Förderung für die Kosten der Überprüfung möglich. Dies stehe aber noch nicht fest beziehungsweise müsse noch geklärt werden. Als nächster Schritt würden nun Kontakt zu vier Ingenieurbüros, die für die Überprüfung in Frage kommen aufgenommen. Dann würde, in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt, eines davon ausgewählt. 

Ebenfalls Thema in der jüngsten Stadtratssitzung war die Benennung der Straße im Baugebiet "Gutenbergstraße" zu "Tibor-Dembik-Ring"

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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