Eine Idee macht in Neumarkt-St. Veit die Runde

Hundekot: Mit Neonfarben gegen uneinsichtige Halter?

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Der Ärger mit Hundekot
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Neumarkt-Sankt Veit – „Rama dama“ ist vorbei. Neben dem Müll, der fachgerecht entsorgt wird, gibt es Erfahrungen, positiv (Zuspruch von Passantinnen und Passanten) wie negativ (viele „Fundstücke“, die jedes Verständnis vermissen lassen) eine Idee, die offenbar nicht für alle Sinn macht.

Es war am Samstag in Neumarkt-Sankt Veit: „Rama dama“, hieß es und mehr als 70 Freiwillige Helfer waren dabei

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Die, die mitgemacht haben, sollten es nicht bereuen. Berichten zufolge gab es viel Lob und Zuspruch von Passanten und mehr noch: Am Ende durften sich alle eine kräftige Brotzeit, spendiert von der Stadt, schmecken lassen.

Schöne Sache, die es aber eigentlich nicht bräuchte

Freilich: Wenn jeder selbst etwas mehr Verantwortung zeigen würde, dann bräuchte es kein „Rama dama“. Das schöne Gefühl, etwas Gutes zu tun ist es, das die fleißigen Freiwilligen angetrieben hatte. Es gibt aber ein Problem, das offenbar allen Helfern stinkt: Einfach so in die Prärie geworfene Gassisackerl: die Plastiktüten also, die eigentlich zur Aufnahme von Hinterlassenschaften des geliebten Vierbeiners während des Spazierganges gedacht sind.

Nur schwer verständliches Verhalten

Dazu gibt es eine Idee: Im Moment sind diese Sackerl schwarz. Das bedeutet ganz praktisch gesehen, dass sie die Helfer bei „Rama dama“ nicht alle immer gleich sehen, wenn sie beispielsweise im Gebüsch liegen. Stadtrat Wolfgang Hobmeier ist das ein Dorn im Auge. Im Gespräch mit innsalzach24.de erklärt er, dass es sehr müßig war, diese Sackerl in der Prärie einzusammeln und auch, wie dumm dieses Verhalten von Hundebesitzern ist, welche die Hinterlassenschaften des – wie gesagt – geliebten Vierbeiners zwar einsammeln mittels Sackerl aber eben nicht in die vorhandenen und dafür vorgesehenen Eimer werfen

Eine Idee macht die Runde: neonfarbene Gassisackerl

Ein Vorschlag: Die Gassisackerl sollen neonfarben werden. Warum? Weil Neonfarben Signalcharakter haben. Diese Gassisackerl in Signalfarbe  sollen nach Hobmeiers Vorstellungen demnächst in Neumarkt-Sankt Veit eingeführt werden: dann, wenn die Altbestände der schwarzen Plastiktüten zum Einsammeln von Hundekot aufgebraucht sind. Entsprechende Angebote von Herstellern sollen bereits eingeholt worden sein, so die Stadtverwaltung.

Der Erste Bürgermeister Erwin Baumgartner gibt zu bedenken, dass eine andere Farbe möglicherweise keinen "sündigen" Hundehalter davon abbringen könnte, die Stinkbombe in Plastik in die Prärie in die Prärie zu werfen, im Gegenteil. Wenn man die neonfarbenen Sackerl besser sehe beim "Rama dama" - dieses Vorhaben könnte seiner Meinung nach nach hinten losgehen, so Baumgartner. 

Erfahrungsaustausch 

Er werde sich in einem Netzwerk von Bürgermeistern für gemeinsamen Austauch informieren, welche Erfahrungen seine Amtskollegen gemacht haben mit neonfarbenen Gassisackerln, so Baumgartner. Die Scheiße von einem Hund mit einem Plastiksack aufzunehmen, warm und frisch, um sie dann doch nicht in den dafür vorgesehen Eimer zu werfen, halte er - genau wie die Macher von "Rama dama" in der Stadt für absolut nicht nachvollziehbar.

rw

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