Nach Großbrand in Neumarkt-St. Veit im Juli

Weiter Baudenkmal: Wohl kein Abriss der "Genossenschaft"

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Nach dem Brand im Juli steht nun fest, dass die "Genossenschaft" wohl doch nicht abgerissen werden wird. Ihre Zukunft bleibt aber weiter ungewiss.
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Neumarkt-Sankt Veit - Nach einer Entscheidung des Denkmalamtes ist ein Abriss der "Genossenschaft" wohl vom Tisch. Die Zukunft des Gebäudes ist aber weiter ungewiss.

"Es gab vor kurzem eine gemeinsame Begehung der Eigentümer mit Vertretern der Stadt und des Amtes für Denkmalschutz", berichtet Thomas Menzel, Geschäftsleiter und Kämmerer gegenüber innsalzach24.de. "Im Anschluss stellte das Amt fest, dass die Denkmaleigenschaft des Gebäudes bestehen bleibt. Es darf also nicht abgerissen werden." Nun würden Sicherungsmaßnahmen am Gebäude vorgenommen und ein Notdach aufgebracht.

Aus dem Archiv:

Wie es genau mit dem Gebäude nun weitergeht, ist indes ungewiss. "Es kommt entweder eine komplette Umwandlung des Gebäudes in Wohnungen in Frage oder wir stoßen die Immobilie ab", erklärte einer der Eigentümer gegenüber dem Neumarkter Anzeiger. Genauere Angaben konnte er jedoch noch nicht machen.

Brand im Juli Schock für Neumarkter

Anfang Juli war in dem Gebäude an der Altöttinger Straße ein Feuer ausgebrochen. Das Anwesen brannte komplett nieder, Feuerwehr und Polizei schätzen den entstandenen Sachschaden auf etwa 500.000 Euro. Der Brand war ein Schock für viele Neumarkter. "Ein Stück Neumarkt-St. Veit stirbt grad", schrieb etwa Tamara G. in einem Kommentar auf der Facebook-Seite "Auf geht's in Neumarkt-Sankt Veit". "A wenns nimma schee zum oschaun war aber die Genossenschaft gehört zu Neumarkt. Mei Mama hat jahrelang beim Welle bedient und i hab a paar mal Garderobendienst gschom als junges Mädel, wenn Veranstaltungen waren. Des tut im Herzen weh."

Aus dem Archiv:

Dachstuhlbrand in Neumarkt-St. Veit

Das Gasthaus wurde seit mehr als 15 Jahren nicht mehr betrieben. 2014 kam das Gebäude in die Schlagzeilen, weil der Gehweg davor wegen herabfallendem Putz und sich gefährlich in Richtung Fahrbahn neigenden Eisenstangen für die Absperrung gesperrt werden musste. Der Eigentümer sorgte dann aber für eine Instandsetzung. Kurzzeitig gab es auch Pläne das die Gemeinde das Gebäude kaufen könnte. Dies zerschlug sich dann jedoch wieder.

hs 

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