Geschäft wird in Neumarkt im September eröffnen

Brautkleider in Übergrößen: Cornelia wagt Sprung in Selbstständigkeit

Neumarkt-Sankt Veit: Cornelia Marchner will am Stadtplatz 33 ein Geschäft für Brautmoden in Übergrößen eröffnen
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Cornelia Machner wird am Stadtplatz 33 in Neumarkt-Sankt Veit im September ein Geschäft für Brautmode in Übergrößen eröffnen.

Neumarkt-Sankt Veit - Für sie ist es die Erfüllung eines Traums: Cornelia Marchner wird Mitte September am Stadtplatz 33 in Neumarkt ein Geschäft für Brautmoden in Übergrößen eröffnen.

"Ich hatte schon immer davon geträumt", berichtet Cornelia Marchner gegenüber innsalzach24.de. Lange habe sie darauf hingearbeitet. Nun soll am Stadtplatz 33 in Neumarkt auf 120 Quadratmetern ihr Traumprojekt entstehen: Ein Brautmodengeschäft für Übergrößen. "Ich freue mich schon so darauf, wenn es Mitte September endlich losgeht. Neumarkt ist einfach ein schnuckeliges Städtchen, der Standort perfekt und es wird dann definitiv eine Marktlücke geschlossen."


Marchner: Brautmodengeschäft für Übergrößen in Neumarkt-Sankt Veit erfüllt Traum

"Eigentlich war ich lange Zeit Assistentin der Geschäftsleitung bei einem Unternehmen", erzählt Marchner. "Doch nach einem Schicksalsschlag habe ich dann beschlossen, nur noch zu machen, was mich glücklich macht." Die Idee eines Brautmodengeschäfts habe sie schon länger mit sich herumgetragen. "Ich wollte mich aber nicht ins Blaue hinein damit selbstständig machen." Daher habe sie zunächst als Verkäuferin in einem solchen Laden in München gearbeitet. "Dabei wurde ich dann immer wieder damit konfrontiert, dass etwas kräftiger gebaute Mädels es sehr schwer mit der Auswahl haben können", berichtet sie. 


Die meisten Musterkleider in Brautmodengeschäften hätten die Größen 36 oder 38. "Dabei ist die Durchschnittsgröße bei deutschen Frauen 42." Natürlich hätten klassische Brautmodengeschäfte teils auch größere Größen. "Aber die machen meist nur ein Viertel des Bestands aus." Kurvigere Frauen müssten also beim Anprobieren meist schon auf eine geringere Auswahl zurückgreifen. "Dazu kommt noch, dass ihnen dort von allen Seiten, von Beispielfotos über die Schaufensterpuppen bis hin zur Auswahl der Kleider die kleineren Größen vorgehalten werden." Dies könne abschrecken und verunsichern. "Gleichzeitig ist heutzutage ja aber eine neue Wertschätzungen für 'Plus Size' da."

Besondere Auswahl an Brautmoden

"Ich will nun dagegen ein gescheites Angebot liefern", betont Marchner. "Wir bieten daher ein Sortiment von voraussichtlich 100 Kleidern in den Größen 42 bis 60 an. Das gibt es so sonst im Umkreis von 80 Kilometern nicht!" Die Hersteller der Kleider seien bewusst ausgewählt. "Ich wollte nichts, wo einfach nur die Proportionen der kleineren Größen 'aufgeblasen' wurden, sondern sorgsam angepasste Modelle." Einen ersten Eindruck des Angebots kann man sich bereits auf ihrer Facebook-Seite machen. 

Daneben wird es auch Zubehör wie Schleier, Schmuck und Schuhe geben. Einziger Wermutstropfen: Kundinnen die Kleidergrößen unter 42 brauchen, können sich nur die größeren Modelle abstecken lassen. Es werde außerdem vorerst nur eine Kundin gleichzeitig bedient, dazu müssten zwingend Termine ausgemacht werden. "Ich habe einfach die Erfahrung gemacht, wenn mehrere Kundinnen gleichzeitig bedient werden, beispielsweise 'Warteschlangen' für beliebte Kleider entstehen", erklärt Marchner das. 

"Außerdem kann ich so den Laden alleine betreiben und es ist auch angesichts der derzeit geltenden Vorgaben zum Infektionsschutz nicht verkehrt." Die Corona-Krise macht es derzeit speziellen Fachgeschäften der Modebranchen nicht leicht. Etwa Trachtenhändler leiden unter dem Ausfall von Volksfesten und Großveranstaltungen. "Geheiratet werden darf ja in jedem Fall. Außerdem bieten wir ja, wie gesagt, ein Spezialangebot, das man so sonst im näheren Umkreis nicht bekommt", gibt sich Marchner optimistisch.

Auch weitere Neueröffnungen von Modegeschäften in der Region

Es ist nicht das einzige Modegeschäft, das in der jüngsten Zeit in der Region neu eröffnet hat. Beispielsweise in Waldkraiburg machte im November des vergangenen Jahres eine Filiale von Wäsche Rotbauer auf. In Neumarkt-Sankt Veit laufen unterdessen Überlegungen, wie es mit den Gebäuden in der Schmiedgasse weitergehen könnte. Wiederum in Neuötting hat die Altöttinger Möbeloase eine neue Ladenfläche in der Nagelschmiedstraße gefunden.

Noch laufen die Umbauarbeiten am Stadtplatz 33. "Dieses Wochenende kommen die Kleiderstangen. In den nächsten zwei Wochen die Möbel", berichtet Marchner. "Die Brautkleider selbst treffen dann erst Ende August ein."

hs

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