Weg mit dem Dreck in Neumarkt-Sankt Veit

"Rama dama": Diese "Dummheit in neuer Dimension" stinkt den Helfern

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Weg mit dem Dreck in Neumarkt-Sankt Veit. Viele fleißige Helfer waren sich am Wochenende nicht zu schade für "Rama dama".
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Neumarkt-Sankt Veit – Die Stadt vom Unrat befreien: Das war das Ziel der „Rama dama“-Aktion am Samstag. Mehr als 70 Freiwillige von 5 bis 80 Jahren haben mitgemacht. Eine Art von Müll stinkt ihnen gewaltig.

Gemeinsam anpacken und aufräumen. So lässt sich „Rama dama“ beschreiben. Mehr als 70 Freiwillige waren am Samstag im Stadtgebiet und den Naherholungsräumen unterwegs und haben Plätze, Geh- und Radwege und sogar Straßenränder entmüllt. Auch die Feuerwehren haben mitgemacht. Sie haben sich um die Ränder an der Umgehungsstraße gekümmert.

Eine ganze Ladefläche voll Müll

Initiiert hatte diese fraktionsübergreifende Aktion mit Helfern aus dem Stadtrat, Mitgliedern der örtlichen Vereine und gerade auch vielen fleißigen Bürgerinnen und Bürgern der Stadtrat Wolfgang Hobmeier (CSU). Auf Nachfrage von innsalzach24.de zeigte er sich zufrieden mit dem Ergebnis. Gewogen hätten sie den ganzen Unrat nicht „aber die Ladefläche des stadteigenen Dreiachsers ist schon gut voll geworden“.

Auch die Feuerwehren haben mitgemacht beim "Rama dama" in und wie hier um Neumarkt-Sankt Veit. Sie haben die richtigen Sicherungen für so einen Einsatz.

Von Papier und Plastik über Autoreifen bis hin zu Stinkbomben

Direkt im Stadtkern sei es eher kleinteiliger Müll gewesen, hier und da auch mal achtlos weggeworfene Flaschen, erklärt Stadtrat Peter Hobmaier (UWG) auf Nachfrage von innsalzach24.de. Auch er hatte mitgemacht. Je weiter man nach draußen – also weg vom Zentrum – kam, umso größer seien die „Fundstücke“ gewesen. Klar. So einen Autoreifen schmeißt man nur schwer ungesehen am Stadtplatz weg.

Eine Sache stinkt den „Rama dama“-Helfern ganz besonders, gar von Dummheit in neuer Dimension ist die Rede. Es geht um die Gassisackerl. Sie werden benutzt. Das ist gut. Dafür sind sie schließlich da, dass Frauli oder Herrli die Hinterlassenschaften des Vierbeiners damit einsammelt. Das Problem an der Sache: Einige schmeißen das gefüllte Sackerl einfach irgendwo hin und nicht in die dafür vorgesehen Eimer.

Wenn man den Hundekot mittels Sackerl schon eingesammelt hat, warum wirft man den dann nicht in den Eimer?“ Diese Frage stellen sich Hobmeier und Hobmaier und die vielen anderen Helfer und sie sind sich einig, dass so ein Verhalten nicht nachvollziehbar ist. Mit dem Plastik irgendwo in der Prärie kommt zum Ärgernis Hundehaufen auch noch – richtig – das Plastik, das auf diese Art seinen Zweck völlig verfehlt.

Wenn das Wörtchen wenn nicht wär

Wenn jeder seinen Dreck selbst und vor allem richtig entsorgen würde, bräuchte es kein „Rama dama“. So viel ist sicher. Einfach mal zum nächsten Abfalleimer gehen. Mit ihrer Aktion haben die Helferinnen und Helfer in Neumarkt-Sankt Veit ein Zeichen gesetzt, das noch während der laufenden Müllklauberei gut ankam. So gabs neben Zuspruch von Passanten auch spontane Getränkespenden und schließlich eine kräftige Brotzeit, welche die Stadt spendierte.

Am Ende von "Rama dama" in Neumarkt-Sankt Veit gab es für alle eine kräftige Brotzeit.

rw

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