SPD-Bürgermeisterkandidatin Michèle Gaulinger im Interview

"Würde Bürgern erlauben, sich in Stadtratssitzung zu äußern"

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Michéle Gaulinger ist SPD-Bürgermeisterkandidatin Michèle Gaulinger. Im Interview mit innsalzach24.de betont sie, ihr Ziel sei es, dass alle Bürgerinnen und Bürger wieder mehr Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen haben und sie frühzeitig mehr Informationen bekommen.

Neumarkt-Sankt Veit - Im Interview mit innsalzach24.de berichtet SPD-Bürgermeisterkandidatin Michèle Gaulinger über ihre Motivation und Pläne.

"Ich wollte mich schon immer politisch einbringen", berichtet Michèle Gaulinger gegenüber innsalzach24.de. "Da es mir jetzt privat und beruflich möglich ist, habe ich mich zu der Kandidatur entschieden. Die SPD hat sich über meine Entscheidung als Bürgermeisterkandidatin anzutreten sehr gefreut." Erstmals seit einigen Jahren stellt die SPD mit ihr wieder eine Bürgermeister-Kandidatin auf. Neben ihr treten noch Amtsinhaber Erwin Baumgartner (UWG) sowie für die CSU Michael Kulhanek an. Diese kandidierten auch bereits 2014. 


Gaulinger: "Kenne die verschiedenen Probleme"

"Als ausgebildete Landwirtin mit eigenem Hof mit Trainingsstall und Ausbilderin im Reitsport mit DOSB-Trainerlizenz Leistungssport und als Mutter von zwei erwachsenen Söhnen, bringe ich Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen des Lebens mit", so Gaulinger weiter. "Da ich politisch noch unbelastet bin, werde ich mich natürlich noch in diesem Bereich coachen lassen."

Sie sei eine Frau aus der Praxis. "Ich kenne die verschiedenen Probleme, mit denen man sich heute als Mutter und Betriebsleiterin beschäftigen muss. Beispielsweise die Vereinbarkeit von Familie und Beruf,diesen immer größer werdenden Bürokratiewahnsinn der für den Mittelstand fast nicht mehr zu bewältigen ist, die Hindernisse die einen in den Weg gelegt werden, wenn man selbst eine Firma aufbauen möchte oder einen Neubau für seine Firma beantragt, erschwinglicher Wohnraum für Angestellte, Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie."


Gaulinger: "Wieder eine Gesprächskultur auf Augenhöhe"

Ihr Ziel sei es, dass alle Bürgerinnen und Bürger wieder mehr Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen haben und sie frühzeitig mehr Informationen bekommen. "Ich möchte Bürgermeisterin für alle Bürgerinnen und Bürger sein, es soll wieder eine Gesprächskultur auf Augenhöhe sein mit einem Vertrauensvollem und Wertschätzenden Umgang." Angesichts der aktuellen Entwicklung des Sitzanteils der SPD im Stadtrat bei Kommunalwahlen würde sie voraussichtlich eine Minderheiten-Regierung anführen. "Da sehe ich keine Probleme, schließlich wollen alle Stadträte das Beste für die Bürgerinnen und Bürger. Die Demokratie lebt von unterschiedlichen Meinungen."

Als erstes würde sie den Bürgerinnen und Bürgern erlauben, sich zu anstehenden Planungen während der öffentlichen Stadtratssitzung zu äußern. "Dann würde ich mich sofort um erschwinglichen Wohnraum kümmern, Schaffung beziehungsweise Erhaltung von Arbeitsplätzen indem ich den Mittelstand unterstütze, unsere Kinder und Jugendlichen fördern indem ich die Vereine bei ihrer Jugendarbeit finanziell unterstütze und Neumarkt St. Veit bei abzusehenden Schäden, etwa bei Feuer und abgedeckte Dächer durch Sturmschaden auf Grund des Klimawandels, mit einem Kauf eines Drehleiterfahrzeugs für die Feuerwehr Zukunftssicher aufstellen."

hs

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