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Stadtplatzneugestaltung

Extreme Kostenmehrung bei Stadtplatzneugestaltung: Doch Neumarkt bekommt Unterstützung

An der Ostseite des Stadtplatzes, dort wo der Stadtbrunnen mit dem Panther steht, wird derzeit gebaut.
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An der Ostseite des Stadtplatzes, dort wo der Stadtbrunnen mit dem Panther steht, wird derzeit gebaut.

Die Sanierung des Neumarkter Stadtplatzes ist im vollen Gange. Große Bereiche sind bereits fertig und für die Öffentlichkeit wieder nutzbar. Doch schlechte Bodenverhältnisse haben zu einer Kostenexplosion mit Mehrausgaben von 660.000 Euro geführt. Doch die Stadt muss nur für einen Teil aufkommen.

Neumarkt-St. Veit – Wie bereits in der Öffentlichkeit bekannt gegeben, sind mit Beginn der Baumaßnahme schlechtere Bodenverhältnisse angetroffen worden, als ursprünglich auf Grundlage des Bodengutachtens angenommen werden konnte.

Die Regierung hat „nachgefördert“

„In Abstimmung mit den Planungsbüros sowie der ausführenden Baufirma musste daher ein anderer Bodenaufbau gewählt werden“, teilt dazu Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) mit. Insbesondere sei die Ausbautiefe über nahezu dem gesamten Stadtplatz erhöht worden.

Auch der Bauablauf hat sich geändert

Der geänderte Bodenaufbau habe nach Angaben des Rathauses unter anderem dazu geführt, dass sich der Bauablauf verändert und sich der Bauzeitenplan etwas verschoben hat. Man sei aber in Abstimmung mit der Baufirma bemüht, die Bauzeitenverzögerung noch dieses Jahr aufholen zu können, verspricht Baumgartner.

Mehrkosten schon bei der Bürgerversammlung hinterfragt

Weiter hat der geänderte Bodenaufbau zu einer Kostenexplosion geführt. Die Mehrkosten für den geänderten Bodenaufbau liegen für den ganzen Stadtplatz bei bis zu rund 660.000 Euro. „Ein genauer Betrag kann erst mit Abschluss der Maßnahme genannt werden“, informiert Bürgermeister Baumgartner, der in der Bürgerversammlung im April von Bürger Michael Behrens bereits auf mutmaßliche Kostensteigerungen angesprochen worden war. Bis dato war immer die Rede von einer Gesamtsumme der Stadtplatzneugestaltung in Höhe von rund 5,9 Millionen Euro.

Endgültige Entscheidung über Förderung in dieser Woche

Da die Stadtplatzsanierung in enger Abstimmung mit der Städtebauförderung stattfindet, hat die Regierung von Oberbayern bereits vor einigen Monaten eine Nachförderung in Aussicht gestellt, heißt es nun aus dem Rathaus weiter.

Und nun verkündet der Bürgermeister: „Diese Woche haben wir die endgültige Entscheidung und den Bewilligungsbescheid erhalten, dass die Städtebauförderung die Stadt Neumarkt-St. Veit weiterhin zur Seite steht und die Mehrkosten aufgrund der schlechteren Bodenverhältnisse nachfördert.“ Von den maximalen Mehrkosten in Höhe von 660.000 Euro übernimmt demnach die Städtebauförderung 80 Prozent beziehungsweise 528.000 Euro.

+++ Weitere Berichte zur Stadtplatzsanierung lesen Sie hier +++

Städtebauförderung schätzt Maßnahmen als unvermeidbar ein

Im Zuwendungsbescheid erklärt das Büro der Städtebauförderung: „Die zusätzlich erforderlichen Maßnahmen waren trotz angemessenen Voruntersuchungen vor Baubeginn nicht erkennbar und somit unvermeidbar. Im Ergebnis wird der erbetenen Nachförderung zugestimmt.“

Aufatmen im Rathaus

Aufatmen also im Rathaus. Insbesondere bei Erwin Baumgartner: „Wir wollen uns hiermit ausdrücklich bei der Städtebauförderung und insbesondere bei der zuständigen Baudirektorin Maxi Bötsch bedanken, die uns bei dieser großen städtebaulichen Sanierungsmaßnahme eng beiseitestehen und die Stadt Neumarkt-St. Sankt Veit nicht im Regen stehen lässt.“

Oberes Tor ist wieder offen

Am Freitag wurde nach zeitweiliger Schließung das Obere Tor geöffnet. Sehr zur Erleichterung der Neumarkter Geschäftswelt. „Wir sind froh darüber. Denn die möchten einfach lieber den bekannten Weg fahren, wenn sie in die Stadt kommen und keine Umwege in Kauf nehmen müssen.“ Die Zuwegung sei bisher gut geregelt gewesen, so Werbegemeinschafts-Chef Christian Göttlinger, der schon bald selbst von Behinderungen betroffen sein wird.

Am Johannesplatz geht es weiter – nach einer Verzögerung

Denn demnächst wird, mit bereits fünfwöchiger Verzögerung, der Johannesplatz für den Kanal- und Wasserleitungsbau in Angriff genommen. Dort, wo auch Göttlingers Ledergeschäft liegt. Doch der bleibt gelassen: „Das ist halt so. Doch die Erfahrung hat gezeigt, dass die Geschäfte eigentlich immer gut erreichbar waren. Die Meisten kommen schon durch. Nur die, die sich nicht sicher sind, bleiben vielleicht aus.“

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