"Wir wollen kein Stuttgart 21"

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Michael Behrens

Neumarkt-St. Veit - Unterschiedliche Themen beschäftigten die Bürger in Neumarkt-St. Veit. Bei der Fragerunde in der Bürgerversammlung hatten sie die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu bekommen.

Gleich mehrere Fragen hatte Michael Behrens. Zum einen wollte er wissen, welche Pläne es für die alte Turnhalle gibt und wieso es für die Fußballer am Samstag keine Trainingstermine gibt. "Nichts konkretes", sagte Bürgermeister Erwin Baumgartner. Sicherlich wolle man den Bestand erhalten. Eine groß angelegte Sanierung sei aber nur möglich mit den entsprechenden finanziellen Mitteln. Und dies müsse vor dem Hintergrund überlegt werden, wie rentabel dies sei. Dass am Wochenende kein Betrieb in der alten Halle herrscht, begründete Erwin Baumgartner mit der Belastung für den Hausmeister. "Der will auch mal frei haben."

Wieso eine Lager- und Maschinenhalle am Kreisverkehr gebaut worden sei, wollte Behrens außerdem wissen. "Der passt da nicht hin." Es möge vielleicht ortsplanerisch nicht passen, eine Genehmigung hat es dennoch gegeben. "Das Gebiet ist ein Mischgebiet und somit ist die Halle erlaubt", antwortete Baumgartner.

Zu dem Kahlschlag an der Verbindungsstraße zu Reißelsberg konnte der Bürgermeister nicht viel sagen. "Dies läuft über das Landwirtschaftsamt. Eventuell ist eine Ersatzaufforstung notwendig."

André Berndt

Die Verhältnisse auf der Staatsstraße 2086 sind für André Berndt alles andere als annehmbar: "Man riskiert Leib und Leben." Der Zustand gleiche eher dem einer Buckelpiste. Die Autofahrer würden auf ihn als Radfahrer keine Rücksicht nehmen. "Wann wird die Straße saniert", fragte er. Es fehlen ganz einfach die Mittel, sagte Bürgermeister Erwin Baumgartner. Seine Empfehlung: Er könne selbst aktiv werden und einen Brief an das Innenministerum oder Straßenbauamt schreiben.

Karl Korn

"Gibt es bereits genaue Pläne für die Stadtplatzsanierung", wollte Karl Korn wissen. Eine genaues Ausgestaltung steht nach Aussage von Bürgermeister Baumgarnter noch nicht fest. Nur so viel: "Die Gehsteige sollen breiter werden und es soll Bereiche als Treffpunkt geben." Allerdings gibt es noch kleinere Probleme: Inwieweit sollen Anlieger beteiligt werden. Und wie können die Pläne mit den Wünschen zusammengebracht werden, dass keine Parkplätze wegfallen. "Es ist uns wichtig, die Anlieger und die Werbegemeinschaft mit ins Boot zu holen", sagte Baumgartner. Die Stadt wolle die Bedürfnisse der Anlieger berücksichtigen und nicht über deren Köpfe hinweg entscheiden. "Wir wollen kein Stuttgart 21."

hi/Mühldorfer Anzeiger

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