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Festplatz bleibt wieder leer

Auch 2021 kein Neumarkter Volksfest: Corona-Lage zwingt die Entscheidungsträger zur Absage

Nach 2020 wird es auch 2021 kein Volksfest in Neumarkt-St. Veit geben. Die Pandemie-Lage lässt eine verlässliche Planung nicht zu, deswegen hat die Stadt das Fest an Pfingsten abgesagt.
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Nach 2020 wird es auch 2021 kein Volksfest in Neumarkt-St. Veit geben. Die Pandemie-Lage lässt eine verlässliche Planung nicht zu, deswegen hat die Stadt das Fest an Pfingsten abgesagt.

Immer pünktlich zu den Pfingstferien heißt es für gewöhnlich „O‘zapft is!“ auf dem Neumarkt-St. Veiter Volksfestplatz. Doch wie schon 2021 teilt die Stadt bereits jetzt mit: „Obg’sogt is!“

Neumarkt-St. Veit – Die unsichere Pandemie-Lage ist dafür ausschlaggebend, dass die Stadt Neumarkt-St. Veit sämtliche Planungen einstellt und nach 2020 auch das diesjährige Volksfest absagt, das eigentlich am 21. Mai beginnen sollte.

Finanzausschuss hat entschieden

„Nach Rücksprache mit dem Festwirt und auch mit der Brauerei haben wir das am Dienstag im Finanz- und Verwaltungsausschuss besprochen. Einhellige Meinung war, dass wir unser Volksfest 2021 absagen“, teilte dazu Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) am Freitag mit.

Er bedauere diesen Schritt. Neumarkt-St. Veit wäre eine der ersten Städte gewesen, die den Volksfestreigen 2021 eröffnet hätte. „Wir wären ja in diesem Jahr wieder sehr früh dran, 21. bis 30. Mai wäre unser Termin gewesen.“

Die Vernunft hat Vorrang

Im Rathaus hat man keine Hoffnung, dass sich die Inzidenzen so weit normalisieren, um ein Fest in diesem Maßstab durchzuführen. „Es ist natürlich sehr schade und traurig, wenn man ein so schönes Fest absagen muss.

Seit seiner Wiederwahl noch kein Fass angezapft: Bürgermeister Erwin Baumgartner muss auch 2021 verzichten. Die Corona-Lage lässt keine Volksfestplanung zu.

Aber die Gesundheit und die Vernunft haben Vorrang“, erklärt Baumgartner.

Ersatzveranstaltung, wenn es die Corona-Lage zulässt

Ob es die Möglichkeit gibt, eine kleinere Ersatzveranstaltung auf die Beine zu stellen, werde die Entwicklung zeigen, so Baumgartner. Er ergänzt: „Auch wenn irgendeine Rumpflösung für ein Fest kommen könnte, wer geht dann schon aufs Volksfest? Und wer geht das Risiko als Unternehmer ein, viel Geld zu investieren, wenn dann keine Gäste kommen?“

Schausteller werden erst nächste Woche offiziell informiert

Zunächst will die Stadt noch abwarten, bis die nächsten Verhandlungen zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten am 3. März stattgefunden haben. Erst danach will man die Schausteller offiziell über die Absage informieren.

„Man kann davon ausgehen, dass es auch danach keine anderen Erkenntnisse und Möglichkeiten geben wird“, sagt Baumgartner, „aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht gibt es noch eine andere Möglichkeit, ein gutes Bier gemeinsam zu trinken.“

Festwirt Josef Zens hatte auf die Impfung gehofft

Bedauern auch bei Festwirt Josef Zens aus Hofthambach, der startklar gewesen wäre. Mit den Bands hatte er schon nach der Absage 2020 Termine für 2021 vereinbart. „Ich hatte gehofft, dass das mit den Impfungen im April erledigt ist und danach schon wieder erste Feste stattfinden könnten.

Aber das hat die Regierung verschlafen. So wie es aussieht, wird dies frühestens im August der Fall sein.“ Das Volksfest auf den Herbst zu verschieben wäre eine Alternative gewesen, aber davon könne nach der Absage der Stadt nicht mehr die Rede sein.

Zwei weitere Volksfeste sind noch in der Schwebe

Die Festwirtsfamilie ist nicht nur für die Verpflegung beim Volksfest an der Rott zuständig. Auch in Gerzen und Gangkofen stellt die Familie Zens schon jahrelang den Festwirt. Aus diesen Kommunen gibt es bislang keine Absage, doch Zens rechnet damit.

Eine kleine Hoffnung hat er, dass zumindest in Gerzen das Fest im Herbst nachgeholt werden könnte, weil es mit vier Tagen in einem überschaubaren Rahmen stattfindet. Wäre eine abgespeckte Variante auch für Neumarkt eine Option? Zens zuckt mit den Schultern: „Der Aufwand bliebe der Gleiche. Aber ob dann die Leute kommen? Ich denke vor allem die älteren Bürger würden ausbleiben, aus Angst vor einer Ansteckung.“

„Wir hängen in der Warteschleife“

Drei Volksfeste sind es bei Josef Zens, um ein Vielfaches mehr sind es bei der Brauerei Aldersbach, deren Bier auch in Neumarkt-St. Veit ausgeschenkt worden wäre. Wie Prokurist Josef Kerschhackl mitteilt, fielen im vergangenen Jahr 81 Veranstaltungen der Corona-Krise zum Opfer.

Und die Planung in diesem Jahr? „Es gibt keine. Wir müssen uns nach wie vor den Rahmenbedingungen stellen. Und die lassen keine Feste zu“, stellt er fest. „Wir hängen in der Warteschleife.“ In Lethargie will man aber nicht verfallen. „Wir haben die Zeit genutzt, um neue Produkte zu entwickeln.“ Jetzt geht es nur noch darum, diese unter die Leute zu bringen. Doch dazu braucht es geöffnete Gasthäuser – und eben auch Volksfeste.

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