Neues Gesicht für den Friedhof

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Fleißige Helfer, die für die Verschönerung des Erhartinger Friedhofes ihre Freizeit opfern. Mit dem bisherigen Verlauf ist Kirchenpflegerin Martina Karl (rechts vorne) bisher zufrieden.

Erharting - Das Bild ist gewöhnungsbedürftig: Die herrliche Barockkirche St. Peter und Paul in Erharting, doch im südlichen Bereich des Friedhofs, wo ansonsten Gräber die Kirche umgeben, befindet sich derzeit eine Baustelle.

Die Grabsteine lehnen säuberlich aufgereiht an der Kirchenwand. Der Grund: Fleißige Helfer aus der Pfarrei setzen neue Fundamente. Der Friedhof soll bald in neuem Glanz erstrahlen.

Doch bis es soweit ist, haben die ehrenamtlichen Helfer aus Erharting noch viel Arbeit vor sich. Kirchenpflegerin Martina Karl hatte die Initiative ergriffen zur Neugestaltung des Friedhofes. Hintergrund war, dass die Grabsteine in der Vergangenheit zu dicht aneinander gereiht und die Wege dazwischen nur sehr schmal waren. Jetzt habe sich die Möglichkeit zur Neugestaltung angeboten, zumal der Friedhof bis vor fünf Jahren stillgelegt war, immer mehr Auflösungen von Gräbern Lücken hinterlassen hatten und seitdem nur vereinzelt Beerdigungen stattgefunden hätten, erläutert Karl. Und so wurden kurzerhand die Grabsteine zur Seite geschafft, um Platz zu haben für neue Reihenfundamente. Schalung bauen, Bewährung fixieren und schließlich betonieren. Im Abstand von 2,50 Metern entstehen derzeit diese Reihenfundamente im südlichen Bereich des Friedhofes. Es soll genügend Platz geschaffen werden, damit zukünftig auch die Bestattungsdienste besser arbeiten können, so die Erklärungs Karls.

Tatkräftige Unterstützung erhält die Kirchenpflegerin von Helfern aus der Pfarrei. "Anders ließe sich dies auch nicht finanzieren", äußert sich Karl froh über das ehrenamtliche Engagement. Denn alleine die Arbeiten in diesem Teil des Friedhofes verschlingen laut Karl etwa 30000 Euro. Kosten, die sich über die Grabgebühren finanzieren. Bevor die Maßnahme jedoch vergangene Woche in Angriff genommen werden konnte, waren viele Gespräche mit Behörden notwendig, zumal es sich auch noch um einen Eingriff in einen sehr persönlichen und sakralen Bereich handelt. Die Grabstätten selbst werden dabei nicht berührt, da die Särge in einer Tiefe ab zwei Metern liegen, klärt Karl auf. "Die Arbeiten, die nun durchgeführt werden, gehen bloß bis in eine Tiefe von knapp 80 Zentimetern."

In der Mitte des neuen Friedhofes im Süden soll ein Brunnen für eine zusätzliche Aufwertung des Friedhofes sorgen. Freilich nicht ganz billig, "bei der die Kirchenverwaltung dann auch auf Spenden angewiesen sein wird", betont Karl. Sie will es übrigens nicht nur bei der Neugestaltung des südlichen Bereiches belassen. In den nächsten beiden Jahren würde auch der restliche Friedhof auf diese Art und Weise einer Verschönerung unterzogen. Doch zunächst gilt ihre ganze Aufmerksamkeit den Arbeiten im Süden. Ihr ehrgeiziges Ziel: Bis Allerheiligen soll die Umgestaltung im südlichen Friedhofsbereich soweit beendet sein. Sie hofft dabei, dass das Wetter wie bisher mitspielt.

je/Mühldorfer Anzeiger

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