Neue Wege für Weihnachtsmarkt

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Einige Bäume sind verschwunden und der Platz ist befestigt worden: Erstmals findet heuer der Christkindlmarkt in Form eines Weihnachtsgartens im sogenannten Krabbe-Anwesen statt.

Neumarkt-St. Veit (MA) - Neue Wege in Sachen Weihnachtsmarkt geht man in diesem Jahr in der Rottstadt. Viele Jahre hatte die Verkehrs- und Werbegemeinschaft den Christkindlmarkt rund um die Johanneskirche organisiert.

In diesem Jahr will die Werbegemeinschaft, zunächst versuchsweise, den Markt im sogenannten Krabbegarten neben dem Schlossgarten des Rathauses Adlstein veranstalten.

"Schon jetzt ist das Interesse am neuen ,Weihnachtsgarten' sehr groß, alle Standplätze sind ausgebucht", meldet Christian Göttlinger, Vorsitzender der Verkehrs- und Werbegemeinschaft Neumarkt. Ein Arbeitskreis unter Leitung von Vorstandsmitglied Kariem El Masry trifft sich regelmäßig und hat schon ein Rahmenprogramm für den Markt zusammengestellt, der vom 4. bis zum 6. Dezember dauern wird.

Die Stadt Neumarkt ist ebenfalls bereits tätig geworden, hat nicht nur den Krabbegarten ausgelichtet und den Baumbestand reduziert, sondern auch befestigte Wege angelegt. Und damit auch zunächst die Kritiker verstummen lassen, die sich skeptisch gegenüber den Plänen geäußert hatten, den Weihnachtsmarkt in den Garten umzusiedeln. Bei Regen sei der Garten nicht passierbar, so die lautende Kritik.

Doch dass der Weihnachtsgarten ein Erfolg wird, davon ist Kariem El Masry, der den Markt erstmals organisiert, überzeugt. Er setzt auf den Charme des Waldes. "Das ist vergleichbar mit einer Bergweihnacht", beschreibt er die Atmosphäre im Krabbegarten. Der Garten entspräche nämlich laut El Masry eher dem Trend, "der wieder hin geht zu den ursprünglichen Märkten". Das hieße: "Weniger Essen und Trinken, sondern wieder mehr Gewicht auf das Weihnachtliche", unter anderem auch - langfristig gesehen - mit mehr Handwerk, erklärt der Organisator. Krippenbauer, Goldschmied, Holzkunst und Bastler präsentieren unter anderem anspruchsvolle Handwerkskunst.

Knapp 20 Buden wird es geben, die zum Schlendern durch den Markt einladen werden. Damit die Eltern den Rundgang umso mehr genießen können, ist auch eine Kinderbetreuung angedacht, die sich im Krabbehaus abspielen wird. Erfahrene Kindergärtnerinnen werden sich dann um die kleinen Besucher kümmern. "Das Haus eignet sich dafür besser als das Zelt, wie wir es in den vergangenen Jahren hatten, weil es auch wärmer ist", erklärt Göttlinger.

Die Einbindung des Hauses hat auch einen praktischen Nebeneffekt: Der technische Aufwand hält sich laut Göttlinger im Vergleich zum Johannesplatz in Grenzen, "weil man die Anschlüsse des Hauses und die Stromverteiler des Schlossgartens nutzen kann". Das macht die Ausrichtung des Marktes, der in den letzten Jahren immer einen der größten Posten auf der Ausgabenseite der Werbegemeinschaft ausgemacht hatte, auch günstiger.

Was zu einer weitere Kostenreduzierung führt: Musikalische Einlagen von Gruppen will die Arbeitsgruppe, die sich um den Weihnachtsmarkt kümmert, heuer ebenfalls zurückschrauben. "Ich hatte zuletzt den Eindruck, dass diese beim Rundgang eher stören. Die Leute haben nicht mehr hingehört", argumentiert El Masry.

je/Mühldorfer Anzeiger

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