142 neue Firmen im Landkreis

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Die Zahl der Gewerbean- und -abmeldungen in den ersten fünf Monaten im Vergleich zum Vorjahr.

Mühldorf - Die einen starten, die anderen landen, manchmal auch unsanft: Im Mai haben 164 Männer und Frauen im Landkreis Mühldorf ein Gewerbe angemeldet.

Darunter waren 142 Existenzgründungen im klassischen Sinn, also echte "Neuerrichtungen", weil es die Firma vorher nicht gab. Gewerbeabmeldungen hat das Landesamt für Statistik für den Mai 128 registriert. Davon waren 109 echte Aufgaben des Betriebs oder Gewerbes ohne Ersatz für die bisherigen Arbeitsplätze. Zwischenbilanz nach fünf Monaten: Die Zahl der Anmeldungen liegt in diesem Jahr jetzt um 69 über dem Wert des Vorjahres.

Die ersten fünf Monate des Jahres brachten im Landkreis Mühldorf insgesamt 607 Gewerbeanmeldungen und damit besagten Zuwachs bei den Firmengründungen. Von Januar bis Mai 2009 hatte die Zahl der Gewerbeanmeldungen noch bei 538 gelegen. Werden nur die sogenannten Neuerrichtungen betrachtet, dann stehen den 504 Firmengründungen dieses Jahres 452 im Vorjahreszeitraum gegenüber. 80 Firmen sind bis Ende Mai zugezogen (Vorjahr: 57), 23 wurden durch neue Eigentümer übernommen (Vorjahr: 29).

Abgemeldet wurden allein im Mai 128 Firmen und Gewerbe (Vorjahr: 60). Darunter waren 109 echte Aufgaben des Geschäftsbetriebs. 13 Firmen verlegten ihren Standort (Vorjahr: 13). Bei weiteren sechs Firmen gaben zwar der oder die bisherigen Besitzer ihre Tätigkeit auf, die Firmen selber wurden aber verkauft beziehungsweise an Nachfolger übergeben (Vorjahr: zwei). Seit Jahresbeginn registrierten die Statistiker hier insgesamt 445 Gewerbeabmeldungen (Vorjahreszeitraum: 479).

Bislang brachten die ersten fünf Monate des Jahres im Landkreis Mühldorf also ein Plus von 162 Firmen, wenn die Gewerbeanmeldungen gegen die Gewerbeabmeldungen gerechnet werden. Bis 31. Dezember muss sich aber noch einiges tun, wenn Wirklichkeit werden soll, was Wirtschaftsminister Martin Zeil als Ziel ausgegeben hat: Bayern will den ersten Platz als Existenzgründerland verteidigen. Deswegen gibt es auch jede Menge Hilfen für Existenzgründer, versichert der Wirtschaftsminister: "Gerade wenn es um die Bewältigung der Folgen der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise geht, braucht die Gesellschaft Gründer und Selbstständige. Gemeinsam mit unseren Partnern im Existenzgründerpakt Bayern bieten wir deshalb unseren Gründern gute Rahmenbedingungen und maßgeschneiderte Unterstützung. Unser Instrumentarium reicht von den Gründer-Agenturen als Erstanlaufstellen, über zinsgünstige Darlehen mit Risikoübernahmen im Rahmen des Mittelstandskreditprogramms bis hin zu unseren Gründerzentren." Günstige Zeiten für Wagemutige, vorausgesetzt, dass sie das für bare Münze nehmen können, denn ohne Geld verliert der Gründer schnell den Boden unter den Füßen.

zs/Mühldorfer Anzeiger

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