KSK: Neue Fassung des Verkündbuchs

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Franz-Josef Gruber (links) mit dem Originalexemplar des Verkündbuches und Siegfried Schmid (rechts).

Neumarkt-St. Veit - Äußerst zufrieden mit der Bilanz des vergangenen Jahres zeigte sich Neumarkts KSK-Vorstand Franz-Josef Gruber.

Sowohl die Finanzlage des Vereins, als auch seine Aktivitäten könnten sich sehen lassen.

Die KSK repräsentiere Neumarkt auch auf europäischen Boden, zum Beispiel durch ihre zahlreichen Kontakte nach Italien, Österreich und mittlerweile auch nach Frankreich sowie die Teilnahme an internationalen Veranstaltungen, so Gruber. Im vergangenen Jahr habe man viel bewegt und so stand neben einer Rückschau auf die zumeist alljährlich wiederkehrenden Ereignisse vor allem die groß aufgezogene 200-Jahr-Feier zur Schlacht von 1809 im Zentrum der diesjährigen Jahreshauptversammlung.

Gruber plant Diorama der Schlacht von 1809

Gruber lobte in diesem Zusammenhang vor allem das Engagement von Kulturreferent Walter Jani, der die Zusammenarbeit mit regem Interesse und eigenen Ideen bereichert habe. Er verwies auf die zahlreichen Publikationen, die anlässlich dieses historischen Ereignisses erschienen sind. So hat Gruber selbst in jahrelanger Recherchearbeit ein Buch zur Schlacht verfasst.

Mit den Einnahmen aus dem Buchverkauf möchte er ein neues Projekt angehen: Ein Diorama der Schlacht bei Neumarkt. Das wäre das Ziel, die Umsetzung ist allerdings noch unklar, zumal nur ein begrenztes Budget zur Verfügung steht. Gruber könnte sich vorstellen einen Hobbykünstler, der Erfahrung im Modellbauen hat, mit dieser Aufgabe zu betrauen.

Im Folgenden wurden Änderungsvorschläge und Anträge diskutiert. So ist geplant, die Kranzniederlegung am Vorabend des Georgisonntags zu streichen und diese stattdessen mit dem Festzug am Sonntag zu verbinden, was - so der Vorstand - ein besseres Gesamtbild schaffen würde. Auch beim Volkstrauertag werden Änderungen angestrebt. Dieser war in den letzten Jahren zunehmend von mäßiger Beteiligung geprägt. Franz Luferseder schlug hierzu vor, Schulen und Kinder mit ins Boot zu holen, wie es beispielsweise in Neumarkts Partnerstadt Caneva Brauch ist. Es sei wichtig, Kinder und Jugendliche an die Thematik und die Bedeutung eines solchen Tages heranzuführen, so Luferseder.

Bei der letztjährigen Sammlung an Allerheiligen wurden 1185 Euro erzielt, die dem Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge zugGute kommen. Des Weiteren wurde das Partnerschaftsangebot der Freiwilligen Schützen Salzburg einstimmig angenommen.

Im Zuge der Jahreshauptversammlung präsentiere Gruber ein sogenanntes "Verkündbuch". In diesem kleinen, in schwarzes Leder gebundenen Büchlein sind alle Sterbefälle unter den Mitgliedern seit der Vereinsgründung im Jahre 1836 verzeichnet. Der Hauptteil der handschriftlich abgefassten Berichte ist in Sütterlinschrift niedergeschrieben, und daher heute für Laien kaum mehr zu entziffern.

Siegfried Schmid kennt Sütterlinschrift

Der Neumarkter Siegfried Schmid hat sich an die Aufgabe gewagt, das Verkündbuch zu "übersetzen" und seinen Inhalt damit wieder zugänglich zu machen. Die Originalfassung endet im Jahr 1945. Schmid will das Werk bis in die Jetztzeit fortsetzen und so manchen Eintrag vervollständigen. So hat er akribisch die Lebensdaten und Fotos jener Mitglieder zusammengetragen, die in den vergangenen Jahrzehnten verstorben sind. Und wenn alles gut geht, dann kann die Neuausgabe des Verkündbuches schon zum Georgitag präsentiert werden.

Zum Abschluss würdigte Bürgermeister Erwin Baumgartner die gelungenen Festlichkeiten 2009, hinter denen ein "gigantischer Organisationsaufwand" gestanden hatte und sicherte der KSK die weitere Unterstützung der Stadt zu. alx

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