Mittelschule mit Neumarkt, aber unter Vorbehalt

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Schönberg - Wie schon in umliegenden Gemeinden, so war auch in der jüngsten Sitzung desSchönberger Gemeinderates die Zukunft der Schönberger Hauptschüler ein großes Thema.

Die Hauptschule soll durch die Umwandlung in Mittelschulen insgesamt aufgewertet werden. Neben dem M-Klasse-Zweig sollen die Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales den Schülern die Berufsfindung erleichtern. Aufgrund rückläufiger Hauptschülerzahlen wird in Zukunft die Klassenbildung in den einzelnen Zweigen nicht mehr in allen Hauptschulen des Landkreises möglich sein, deshalb werden sich Schulen zu Mittelschulverbunden zusammenschließen.

Wie bereits berichtet, wird sich die Herzog-Heinrich Schule Neumarkt-St. Veit mit der Hauptschule Mühldorf verbinden. Für die Gemeinde Schönberg wäre es jedoch durchaus auch denkbar, die zukünftigen Mittelschüler in den Mittelschulverbund nach Ampfing zu schicken. In einer sachlichen Aussprache diskutierte Gemeinderat über das Für und Wieder einer solchen Maßnahme. Letztendlich kamen die Räte übereinstimmend zu der Überzeugung, der Gründung eines Mittelschulverbundes der Hauptschule Neumarkt-St. Veit mit der Hauptschule Mühldorf zuzustimmen, zumal ein Austritt aus diesem Schulsprengel zusammen mit der Gemeinde Lohkirchen ein schnelleres Ende der Hauptschule Neumarkt St. Veit bedeuten könnte, so der Tenor in der Sitzung. Der Gemeinderat ließ sich aber ausdrücklich die Option offen, den Schulsprengel zu wechseln, sollten sich für die Schönberger Schüler durch den Verbund der Schulen Neumarkt-St. Veit und Mühldorf gravierende Nachteile, sowohl in schulischer als auch in Form der Anbindung an die Schulbuslinien ergeben.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat in dieser Sitzung die Festlegung des Standortes eines Satelliten-Blockheizkraftwerkes im Gewerbegebiet Eschlbach. Bei einem Ortstermin mit dem Bauausschuss, den Betreibern Senftl, der Firma Schnablinger und dem das Projekt betreuenden Ingenieur Markus Apfelböck einigte man sich für den Containerstandort auf ein Grundstück an der Einfahrt zum Gewerbegebiet Eschlbach.

Bürgermeister Alfred Lantenhammer teilte in der Sitzung den Gemeinderäten das Ergebnis des Bürgergespräches zum Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes mit. In diesem Bürgergespräch sei zum Ausdruck gekommen, wie sehr sich die Altersstruktur in den nächsten Jahrzehnten in unseren Gemeinden verändern wird. Da viele ältere Menschen in Zukunft alleine leben werden, so Lantenhammer, seien diese auf Hilfe, nicht nur aus der eigenen Familie, angewiesen. Es wurde angeregt, in den Gemeinden "Seniorentrainer" aus den eigenen Reihen zu finden, welche ein Augenmerk auf ihre Mitmenschen legen. Dafür könnten die notwendigen Schulungen angeboten werden und bei Interesse würden die Kosten dafür von der Gemeinde übernommen.

ann/Neumarkter Anzeiger

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