Millionen in den Betrieb gestreut

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Zufrieden über das Ergebnis: In nicht einmal sechs Monaten ist in Egglkofen die neue Niederlassung von Streumaster entstanden. Von links: Bauleiter Eike Kühn, Architekt Walter Beck und Didier Gutzwiller, Juniorchef der Firma Streumaster.

Neumarkt-St. Veit/Egglkofen (ma) - Eine ganze Firma umzuziehen - kein leichtes Unterfangen, das sich im Falle der Firma Streumaster noch einige Wochen hinziehen wird. Von Neumarkt-St. Veit nach Egglkofen verlagert der Hersteller von Streugeräten seine Niederlassung.

Das tonnenschwere Lasergerät zur millimetergenauen Verarbeitung von Metall steht bereits in der neuen Fertigungshalle in Egglkofen. Elektriker nehmen letzte Verkabelungen an der Maschine vor. "Es geht voran", stellt Juniorchef Didier Gutzwiller fest. Seit gut zwei Wochen ist der Umzug des Streugeräteherstellers in vollem Gange. "Bis zum 15. November spätestens soll er vollzogen sein", hofft Gutzwiller. Die Größe der Halle lässt nur ungefähr erahnen, welche Anstrengungen auf dem rund 2,7 Hektar großen Areal am Ortseingang von Egglkofen in den vergangenen Monaten unternommen worden sind. In einer Rekordzeit von sechs Monaten sind modernste Fertigungshallen entstanden, die den Betrieb fit für die Zukunft machen sollen.

Knapp 720 Quadratmeter umfasst das moderne Bürogebäude, das die Firma Streumaster repräsentieren soll. "Das war bisher unser größtes Problem", erzählt Didier Gutzwiller. In Neumarkt-St. Veit war das Gelände zu klein geworden. Fertigungsprozesse mussten in provisorisch errichteten Hallen abgewickelt werden, das Büro war im Container untergebracht, "nicht gerade repräsentativ, wenn Kunden aus dem Ausland zu Besuch waren", sagt Gutzwiller. Mit dem Improvisieren ist es aber nun vorbei: Von optimierten Fertigungsabläufen spricht Gutzwiller beim Rundgang durch die Halle. Von der Anlieferung des Rohmaterials bis zum fertigen Streugerät. Andere Dimensionen auch bei den Lastkränen, die bis zu zwölf Tonnen heben können in einer Halle mit 5,60 Metern Höhe. In Neumarkt war der Betrieb auf Gabelstapler angewiesen, die nur einen Bruchteil davon leisten konnten, so Gutzwiller.

Besonders stolz zeigt er auf die Spritz- und Sandstrahlkabine, die sich im Zentrum der 54 mal 96 Meter großen Fertigungshalle befindet. Doppelt so groß ist sie in Neumarkt, auf einer Länge von 24 Metern können jetzt mehrere Arbeitsschritte gleichzeitig durchgeführt werden, weil die Kabine auch noch abtrennbar sei. Durch eine passive Isolierung der Halle komme diese mit der Eigenwärme des Betriebes, die durch die Produktion erzeugt werden aus, erklärt Architekt Walter Beck. Außerdem sei das Gelände komplett eingehaust, Lärmimmissionen wurden auf diese Weise minimiert. High-Tech auch bei der Internetverbindung. Streumaster musste im Vergleich zum Standort in Neumarkt, wo schnelles Internet bereits vorhanden ist, auf die Satellitenalternative zurückgreifen, um den entsprechend schnellen Datentransfer zu bewerkstelligen, erklärt Gutzwiller.

Fast kitschig der Blick aus der Halle in Richtung Norden, wo die Egglkofener Pfarrkirche zum Blickfang wird. "Besser hätte man es nicht planen können", lächelt Gutzwiller, der sich das Projekt in Egglkofen mehr als sechs Millionen Euro kosten ließ. Und das in einer Zeit, in der die Konjunkturkrise auch an der Firma Streumaster nicht spurlos vorüber gegangen ist. "Der Exportmarkt ist tot." Von 15 bis 20 Prozent Rückgang spricht der Juniorchef. Die Firma Streumaster profitiere jedoch davon, dass sie in einer Nische operiere, Marktführer sei und in die ganze Welt liefere. Doch hinkt der Vergleich zu den Vorjahren insofern, dass Streumaster laut Gutzwiller 2008 sein absolutes Rekordjahr hatte. Die Produktion bewege sich derzeit auf dem Niveau von 2007. Waren es bei der Übernahme vor fünf Jahren lediglich 38 Fahrzeuge, die Streumaster pro Jahr gebaut hat, ist diese Zahl im Rekordjahr auf 140 angestiegen. 38 Arbeitnehmer beschäftigt das Unternehmen. Eine Erhöhung der Kapazität der Arbeiter um 30 Prozent sei drin (siehe auch Artikel rechts).

je

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