Abend der Vereine: "Mei, is des schee"

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Neumarkt-St. Veit - Sehr gut besucht war das Volksfestzelt am Tag der Vereine. Es lag sicher am köstlichen Bier und an der vielseitigen Musik der Stadtkapelle, dass die Stimmung schnell ganz oben war.

Als Attraktion hatte Festwirt Sepp Zens die Tanzschaugruppe Gangkofen gewinnen können, die eine Licht-, Feuer- und Tanzschow boten, die alle Erwartungen übertraf. Was die sieben jungen Männer und ihre 15 Damen etwa eine Stunde lang tänzerisch zeigten, wird - wie angekündigt - vielen unvergessen bleiben. Nach der Choreographie ihres Trainers Johannes Häglsberger brachte die Tanz Society Gangkofen artistische Hebefiguren bis zur 4-stöckigen Pyramide, fliegende Menschen ohne Netzabsicherung und rhythmisch exakt ausgeführte Gruppentänze in malerisch bunten, wechselnden Kostümen bei unentwegt flotter Rockmusik. Erstaunlich auch die Kondition der jungen Leute, die ohne Zaudern eine verlangte Zugabe von nicht geringerem Niveau fehlerlos durchstanden. Bei der Verlosung im Bierzelt gewannen an diesem Abend 8 Glückliche einen Ballonflug.

Abend der Vereine - Eins

Lohkirchens Bürgermeister Konrad Sedlmaier blieb beim Neumarkter Volksfest am Nachmittag der guten Nachbarschaft gerne noch bis zum Abend mit seinen Leuten im Bierzelt sitzen. Als dann die Bademoden- und Wäscheschau begann, saß er ganz, ganz nahe am Laufsteg. Bevor jedoch die leicht bekleideten Models erschienen, holte sich der Konrad einen Grillgickerl und setzte sich demonstrativ mit dem Rücken zur Bühne. Während der Vorführungen kämpfte er verbissen mit dem jungen Fleisch seines Hühnchens und blickte keinmal rückwärts zu den knackigen Models. Einem alten Freund gestand er später: „ Was hab i davon wenn i do hinschau?“ „Ja, mei, des is halt schee.“ „Und wenn des wirklich schee is, nacha wui i mehra. Und des konn i ned hab´n.“ Aha.

Viele Leute warteten am Altennachmittag darauf, ob der alte Korn Karl seine selbst hergestellte Wurstportion auch selber abholen würde. Karl enttäuschte die Wartenden nicht. Er holte sich das, was alten Leuten eben zusteht. Allerdings schenkte er die Brotzeit unverzüglich seinem Lieblingsfriseur Fritz, der ihm immer noch so so erfolgreich sein Haupthaar bändigt.

Abend der Vereine - Zwei

Insider wollen wissen, dass 2. Bürgermeister Asbeck Michi daheim seit Tagen die Heizung und den Kühlschrank abgestellt hat, weil er Wärme und Essen am Volksfest reichlich genießt.

„Lichtjahre samma no von der Gleichberechtigung entfernt,“ jammerten viele Frauen nach der Dessousschau am Volksfest. Vorwurfsvoll blickte Hildegard dabei ihren Erwin an. Doch der Bürgermeister versprach: „ Nur die Krawatte ist zu lang gebunden. Daheim zeige ich mich in der kurzen Wäsche..“

nz

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