Maisanbau zieht Schwarzwild an

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Wildschweine sind wieder auf dem Vormarsch.

Irl - Biogasanlagen und ihre Folgen: Der verstärkte Maisanbau für die Biogasanlagen der Region begünstigt den Zuzug von Schwarzwild.

Eine große Übereinstimmung zwischen Jägerschaft und Jagdgenossen zeigte sich bei der Versammlung der Jagdgenossenschaft Irl im Gasthaus Ottenloher. Vorsitzender Georg Blieninger eröffnete die Jahreshauptversammlung mit seinem Bericht über das abgelaufene Jahr. Der tragische Unfall des Jagdpächters Georg Lantenhammer sei ein herber Schlag für die Genossenschaft gewesen. 30 Jahre sei er Jagdpächter vom Jagdbogen 1 gewesen.

Als wichtige Änderung gab er bekannt, dass künftig bei Ausleihung der vereinseigenen Gerätschaften ein Begleitbuch geführt werden müsse.

Vorstand Georg Blieninger teilte mit, dass laut Landwirtschaftlicher Berufsgenossenschaft ein Risiko für die Haftung beim Einsatz der genossenschaftlichen Maschinen anstehe. Bei den Geräten Spalter, Buschhäcksler, Mulchgerät und Kippstand müsse daher künftig ein Maschinenbuch geführt werden. Jeder, der sich eine Maschine ausleiht, habe im Maschinenbuch zu bestätigen, dass er die Maschine im ordnungsgemäßen Zustand erhalten hat.

Aus den detaillierten Aufzeichnungen von Kassenführer Eduard Maier war zu entnehmen, dass im vergangenen Jahr die Einnahmen um 299 Euro unter den Ausgaben geblieben waren. Ursächlich dafür sei die Neuanschaffung eines Tandemanhängers, Straßenkies und die Unterhaltung der Gerätschaft gewesen.

Im Rechenschaftsbericht führte Vorsteher Blieninger aus, dass die gesammelten Folien sauber und gut gebündelt gewesen seien. Auch heuer will die Genossenschaft wieder ein Container aufstellen.

Als guten Griff nannte er den Kauf des Viehtandemanhängers. Bei der Angabe der Tagwerke für die bearbeitete Fläche mit dem Mulchgerät vertraut Vorsteher Blieninger auf die Jagdgenossen.

Erfolgreiche Enten- und Krähenjagd

Jagdpächter Alfred Lantenhammer informierte, dass der verstärkte Maisanbau für die Biogasanlagen den Zuzug von Schwarzwild begünstige. Es sei dem guten Zusammenspiel mit den Jagdgenossen zu verdanken gewesen, dass beim Maishäckseln ein Feld mit Jägern umstellt und ein Keiler erlegt worden sei.

Als großen Erfolg bezeichnete er die Enten- und Krähenjagd im vergangenen Sommer. Statt einer Treibjagd habe es eine Saisonabschlussjagd gegeben. Der Abschussplan wurde erfüllt.

Jagdpächter Willi Bach sprach von einer hohen Zahl an Wildunfällen. Die Fallwildquote habe im Jagdjahr bei 13 Stück gelegen, den materiellen Schaden bei Fahrzeugen sowie beim Wildbret beschrieb er als enorm. Krähentage hätten im Hegering stattgefunden. Da bei einer Zählung im Herbst das Hasenaufkommen sehr gering gewesen sei, habe man von einer Treibjagd abgesehen. Zum Sitzungsende schlugen die Mitglieder die Anschaffung einer Kehrmaschine vor.

fma/Neumarkter Anzeiger

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