Brand an der Schule

+
Personenrettung über die Drehleiter.

Egglkofen - Eine Schule in Egglkofen. Das Szenario: Im Werkraum war während des Unterrichts aus ungeklärter Ursache ein Brand mit starker Rauchentwicklung entstanden.

Auch im Falle eines größeren Unglücks kann sich die Bevölkerung auf die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr verlassen. Dies ist die herausragende Erkenntnis aus einer Großübung, die am vergangenen Samstag in Egglkofen abgehalten wurde. 16 Wehren aus Ober- und Niederbayern beteiligten sich mit fast 300 Mann an dieser Großübung.

Sie alle bewiesen damit engste Zusammenarbeit über die Bezirksgrenzen hinaus, Einsatzleiter und Kommandant Helmut Bruckner von der Freiwilligen Feuerwehr Egglkofen war jedenfalls hochzufrieden mit dem Ergebnis der Übung, die die Feuerwehrler vor den aufmerksamen Beobachtern Kreisbrandrat Karl Neulinger, Bürgermeister Johann Ziegleder und Rektor Dieter Gruber sowie Harry Lechertshuber, Hans Mayer und Adolf Uhl von der Kreisbrandinspektion abgehalten hatten.

"Verletzte" Kinder werden in Sicherheit gebracht.

Der angenommene Ernstfall spielte sich an der Schule in Egglkofen ab. Das Szenario: Im Werkraum war während des Unterrichts aus ungeklärter Ursache ein Brand mit starker Rauchentwicklung entstanden. Während sich ein Teil der Kinder aus dem Erdgeschoss ins Freie retten konnte, wurden 23 Kinder mit ihrer Lehrkraft vom Feuer eingeschlossen und mussten in die oberen Etagen des Hauses flüchten. Übungsziel war es einerseits, die Kinder einschließlich der Lehrkraft zu retten, andererseits die Brandursache zu ermitteln und die Zusammenarbeit zu demonstrieren. Dass diese Übungsziele erreicht wurden, davon konnten sich auch die vielen Schaulustigen überzeugen.

Die Personenrettung erfolgte über die rasch ausgefahrenen Drehleitern der Feuerwehren aus Vilsbiburg und Gangkofen. Die Kinder wurden nach ihrer Rettung unverzüglich zu der im nahe gelegenen Kindergarten eingerichteten Sammelstelle gebracht. Die "verletzten" Kinder wurden an Ort und Stelle ärztlich versorgt.

Währenddessen waren die Männer mit schwerem Atemschutz bis zum Brandherd vorgedrungen und erstickten das Feuer im Keim. Aus verschiedenen Tanklöschfahrzeugen und auch aus dem Tegernbach waren Löschwasserleitungen aufgebaut.

Nach einer kappen Stunde konnte der Einsatzleiter Helmut Bruckner von der Freiwilligen Feuerwehr Egglkofen verkünden, dass der Übungszweck erfüllt und die Übung bestens verlaufen sei.

Die abschließende Übungsbesprechung fand in der Mehrzweckhalle statt. Einsatzleiter Bruckner bedankte sich dabei allseits für die Beteiligung der Feuerwehren. Der Verlauf der Übung habe gezeigt, dass sich die Bevölkerung auf "ihre" Feuerwehr verlassen könne.

lh/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Neumarkt-Sankt Veit

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser