Lösung für Breitband in Sicht?

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Neumarkt-St. Veit - Den Antrag auf Umsetzung einer Breitbandlösung für den Neumarkter Außenbereich hat CSU-Stadtrat Reinhard Fuchs an die Stadt Neumarkt gestellt.

Noch in diesem Jahr sollen seiner Forderung nach schnelle Internetverbindungen für den Außenbereich der Stadt realisiert werden.

"Wenn man die Medienberichte der vergangenen Monate verfolgt, gewinnt man den Eindruck dass andere Kommunen hier sehr viel schneller mit der Umsetzung dieser vorgeschlagenen Ausbaumaßnahmen vorankommen als Neumarkt-St. Veit", beschwert sich Fuchs, der als Frauenhaselbacher selbst die Nachteile einer nicht vorhandenen schnellen Internetverbdinung zu ertragen hat. Er ist sich sicher: "Eine fehlende oder ungenügende Breitbandanbindung führt zunehmend zu Abwanderung von Gewerbebetrieben und qualifiziertem Fachpersonal in Regionen, in denen diese Technologie verfügbar ist", fasst er zusammen.

Mehrmals habe er vorgeschlagen, "ob es denn nicht möglich sei, im Zuge der Wasser- und Abwassererschließung des nördlichen Gemeindegebietes ein zusätzliches Leerrohr im Erdreich zu platzieren, das später für eine Erschließung mit Glasfaser genutzt werden kann". Dies sei aber verneint worden.

Um den betroffenen Bürgern nun zu helfen, müsse laut Fuchs möglichst rasch eine andere Lösung gefunden werden. Er fordert nun die Stadt auf, den Neumarkter Stadtrat umfassend über den derzeitigen Stand des Breitbandausbaus zu informieren. Der Stadtrat wünscht sich eine schnellstmögliche Entscheidung bezüglich der Ausbautechnologie und dass dessen Umsetzung mit aller Kraft vorangetrieben wird. "Dieses Thema beschäftigt die Stadt Neumarkt-St. Veit nun schon seit 2008 und bisher ist für die betroffene Bevölkerung kein wirklicher Fortschritt feststellbar", beklagt er.

Das Gegenteil behauptet jedoch Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner: Die Planungen seien bereits weit gediehen, das Auswahlverfahren, was die Technologie betrifft, bereits gelaufen. "Im Außenbereich kommt nur die Technologie der Firma Mvox in Frage, die auch im Rahmen einer Sitzung bereits vorgestellt worden ist", betont das Stadtoberhaupt. Die Firma nutze vorhandene Kupferleitungen der Telekom, müsse jedoch pro Vorwahlbereich Hauptverteiler errichten, wovon einer 25.000 Euro koste, so Baumgartner.

Neumarkt benötige in seinem Außenbereich drei dieser Verteiler, für die Zuschüsse in Höhe von 70 Prozent zu erwarten seien.

Es habe bereits Gespräche mit den Nachbargemeinden Massing und Gangkofen gegeben habe, vor dem Hintergrund, dass sie sich als Mitnutzer aktiv an den Kosten beteiligen sollten. Der Markt Gangkofen habe ihm bereits Unterstützung signalisiert, so Baumgartner. "Aufgrund der eigenen Absichten des Marktes Gangkofen zur bestmöglichen Versorgung auch der Außenbereiche stellen wir hiermit unter Vorbehalt einer endgültigen, jedoch wohl zu erwartenden Beschlussfassung des Marktgemeinderates in Aussicht, dass sich der Markt in dem erforderlichen Umfang an den Verbesserungsmaßnahmen beteiligt", zitiert Baumgartner ein aktuelles Fax seines Amtskollegens Matthäus Mandl aus Gangkofen, wonach die Gemeinde grundsätzlich bereits sei, den Ausbau ihrerseits in Höhe von 25000 Euro zu unterstützen.

Lediglich von Massing fehle diesbezüglich noch ein eindeutiges Votum. Laut Baumgartner hatte der Markt vorgeschlagen die Kosten zu dritteln, "hier gibt es noch Klärungsbedarf". Baumgartner betont, dass es nicht alleinige Aufgabe der Stadt Neumarkt sei, die Kosten sämtlicher Hauptverteiler zu übernehmen, wenn auch andere Gemeinden davon profitieren würden.

"Das Finanzierungs-Gesamtpaket steht noch nicht ganz", fasst Baumgartner das Problem zusammen. Wenn dies der Fall sei, können weitere Schritte vollzogen werden.

je/Neumarkter Anzeiger

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