Weiter Diskussion um Mittelschule

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Der Hauswirtschaftsbereich ist eine der Stärken der Herzog-Heinrich-Hauptschule in Neumarkt. Diesem Sektor soll auch im Mittelschulverbund eine tragende Rolle zukommen.

Neumarkt-St. Veit - Das Thema Mittelschule liefert weiter Stoff für Diskussionen. Vor allem dann, wenn die Herzog-Heinrich-Hauptschule teilweise nach Mühldorf verlegt werden soll.

Mit der Jahresrechnung von 2009 und dem Haushalt von 2010 beschäftigte sich die Versammlung des Hauptschulverbandes von Neumarkt-St. Veit. Viel Stoff für Diskussionen lieferte aber auch das Thema Mittelschule: Lohkirchen und Schönberg stimmten zwar für den Zusammenschluss Neumarkts mit Mühldorf - allerdings unter Vorbehalt.

Schönbergs Bürgermeister Alfred Lantenhammer machte klar, worum es Lohkirchen und Schönberg ihm ging: "Wir stehen hinter der Schule in Neumarkt und wollen sie auch stärken." Doch äußerte er Bedenken an, sollte das Angebot von Neumarkt-St. Veit nach Mühldorf verlagert werden.

Zurzeit besuchen 33 Schüler aus Lohkirchen und Schönberg die Hauptschule in Neumarkt, ein Drittel davon den M-Zug. "Sollte der M-Zug in Neumarkt in Zukunft nicht mehr bestehen, würde dies bedeuten, dass unsere Schüler dann bis nach Mühldorf fahren müssten. Unsere Hauptschüler würden sich auf drei Standorte verteilen, sie wären also auseinander gerissen." Lantenhammer verhehlte nicht, dass in diesem Fall Ampfing die bessere Alternative wäre, da die Schönberger und Lohkirchener auf ihrem Schulweg nach Mühldorf dann ohnehin Ampfing passierten, während sie nach Mühldorf weitere 20 Fahrminuten in Kauf nehmen müssten. Lantenhammer sprach sich deswegen für die Berücksichtigung einer Ausstiegsklausel in Form einer Sprengeländerung aus.

Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner entgegnete jedoch, dass dies rechtlich nicht möglich sei, eine Austiegsklausel sehe ein Verbundvertrag nicht vor (siehe Kasten).

Lantenhammer bestand jedoch darauf, in das Vertragswerk zumindest eine Absichtserklärung einzubauen: Die Zusicherung des M-Zugs in Neumarkt.

Baumgartner brachte die Forderung der Neumarkter CSU noch ins Spiel, die Stärken der Neumarkter Schule herauszustellen, die vor allem im hauswirtschaftlichen Bereich zu finden seien. Mühldorfs Schulleiterin Hildegard Hajek-Spielvogel und Neumarkts Rektorin Sabine Wichmann hätten dies berücksichtigt und auch vertraglich festgehalten, informierte Baumgartner.

Er unterstrich, dass Mühldorf und Neumarkt zwei gleichberechtigte Partner in diesem Verbund seien. "Beide Bürgermeister haben gleiches Stimmrecht." Und dieses basiere auf ein jeweils einstimmiges Votum der jeweiligen Verbandsversammlungen. Absicht sei es, den Verbund mit Mühldorf für fünf Jahre vertraglich festzusetzen.

Und auch Rektorin Wichmann betonte schließlich: "Die Mühldorfer waren sehr entgegenkommend und für alle unsere Wünsche offen, weil sie auch unsere Ängste sehr gut verstehen." je

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