Wo Kinder sich wohl fühlen

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Viel Aufmerksamkeit erfuhren die Kindergartenkinder bei ihrem Vortrag auch von Leiterin Margarethe Grimm, Bürgermeister Johann Ziegleder, Pater Georg, Pfarrerin Anke Sänger und Landrat Georg Huber.

Egglkofen - Neun Kinder von einem bis drei Jahren besuchen schon die neue Kinderkrippe in Egglkofen. Jetzt wurde die Einrichtung offiziell eingeweiht.

Sie wurde nach den neuesten pädagogischen Gesichtspunkten in nur fünf Monaten errichtet, geschultes Personal kümmert sich um die Kleinen. Am Freitag war die feierliche Einweihung.

Bürgermeister Johann Ziegleder erwähnte in seiner Ansprache die Notwendigkeit zur Errichtung einer solchen Einrichtung. Neben der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben komme diesem Bau auch eine große Bedeutung für den Standort zu. In vielen Familien müssten beide Elternteile zur Arbeit gehen und die Zahl der Alleinerzieher nehme ständig zu. Diese Leute seien auf geschulte Kinderbetreuung angewiesen.

Mit dem Bau dieser Kinderkrippe als Anbau an den bestehenden Kindergarten habe, so Ziegleder weiter, Egglkofen eindeutig auf die sozialen Veränderungen der Zeit reagiert. Der Bürgermeister glaubt zwar nicht, dass die gesetzliche Maßnahme - jedes Kind hat Anspruch auf einen Kruppenplatz - "von oben" ganz durchdacht war. Aber bei 74 Prozent Zuschuss habe die Gemeinde diese Aufgabe bisher schultern können. Für den Unterhalt dieser Einrichtung sei vorläufig keine Unterstützung vorgesehen, diese werde die Gemeindekasse dann sehr beanspruchen.

Landrat Georg Huber dankte dem Bürgermeister und allen Gemeinderäten für die Errichtung dieser Kinderkrippe. Das sei ein weiterer Schritt auf dem Weg, zum familienfreundlichsten Landkreis zu werden.

Derzeit bestehen nach Angaben Hubers im Landkreis 29 Kinderkrippen mit insgesamt 528 Plätzen, weitere vier Krippen mit 108 Plätzen stehen vor der Fertigstellung. Als Familienstützpunkt sieht der Landkreischef die Krippen an. In den einst kinderreichen Familien lernten die Kinder untereinander sich durchzusetzen und pflegten den Gemeinsinn. Diese Aufgaben können nun am besten in Kinderkrippen und Kindergärten erfüllt werden, die somit Familien unterstützen.

Margarethe Grimm, die seit 1975 den Kindergarten leitet und nun auch für die Kinderkrippe verantwortlich ist, schilderte den Bedeutungswandel, den die Betreuungsstätte im Ort in ihrer Zeit vollzogen hat. Als noch viele Kinder in den Familien aufwuchsen, sei deren Betreuung meistens daheim erfolgt, jetzt aber könne auf solche Einrichtung keinesfalls mehr versichtet werden. Sie dankte der Gemeinde sehr für diesen familien- und kinderfreundlichen Schritt.

Eine Gruppe Kindergartenkinder sang dann für die Gäste das Handwerkerlied, und sie führten dazu die typischen Arbeitsgänge der Handwerker aus.

Fertigstellung in nur fünf Monaten

Und die am Bau beteiligten Handwerker erhielten alle vom ausführenden Landshuter Architekten Martin Lütcke ein hohes Lob. In einer elfmonatigen Planung mit dem Krippenpersonal entstand die Anordnung und Gestaltung aller Funktions- und Diensträume nach neuesten Erkenntnissen. Der Bau dauerte dann nur fünf Monate, weil die Handwerker alle aus der Region stammten und jederzeit verfügbar waren. Sämtliche Termine wurden eingehalten und die Arbeiten gewissenhaft verrichtet. Es freute ihn zu sehen, dass die Kinder zur Ausschmückung der Räume schon Beiträge geleistet hatten.

Pater Georg, in Vertretung seines Amtsbruders Pater Paul, sowie Pfarrerin Anke Sänger nahmen dann gemeinsam die kirchliche Segnung und Weihe der Räume vor, wobei sie mit den Gästen auch für die Menschen beteten, die dieses Gebäude künftig benützen werden.

nz/Mühldorfer Anzeiger

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