Breitband: Hoffnung auf neues Angebot

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Neumarkt-St. Veit - Große Hoffnungen hat die Stadt Neumarkt-St. Veit in den Breitbandausbau mit der Firma Mvox gesetzt. Doch wie Seifenblasen sind diese Hoffnungen geplatzt, die Kommune muss nochmals von vorne beginnen.

Darüber informierte Bürgermeister Erwin Baumgartner bei der Bürgerversammlung.

Schon vor längerer Zeit hat die Stadt eine Bedarfserhebung durchgeführt und eine Ausschreibung durchgeführt. Voraussetzung dafür, um später Zuschüsse zu erhalten. Einzig die Firma Mvox hat ein Angebot abgegeben. Doch daraus wird nichts. "Es hat sich herausgestellt, dass die Firma mit falschen Angaben hausiert ist, die nicht realisierbar sind", sagte Bürgermeister Erwin Baumgartner.

Das Angebot ist vom Tisch, die beste Lösung für die Stadt wären Glasfaserkabeln - von der Telekom. Doch dieses Projekt wird sich kaum realisieren lassen. "Das Gebiet ist einfach zu groß", erklärte Baumgartner. Für das Unternehmen rechne sich dies wirtschaftlich nicht. Leerrohre anzubieten, sei keine Lösung.

"Die Telekom nimmt keine Leerrohre geschenkt, wenn hinten kein Abnehmer ist", sagte Baumgartner. Ein Kilometer Glasfaserleitung kostet etwa 40.000 Euro. Somit sei für die Telekom ein Wohngebiet mit mehreren Abnehmern also ein Gewerbegebiet. Eine Lösung erhofft sich Bürgermeister Erwin Baumgartner von der neuen Technologie LTE, möglich über freigewordene Rundfunkfrequenzen. Für die noch unterversorgten Gebiete sei erneut eine Bedarfsermittlung mit anschließender Ausschreibung im Internet erfolgt. Angebote dazu gibt es nach Aussage von Erwin Baumgartner noch nicht.

Ein weiterer Punkt bei der Bürgerversammlung war der Hochwasserschutz an der Rott. Seit 1984 gebe es Hochwasserlinie, doch über neuere Berechnungen ist sich Erwin Baumgartner nicht sicher: "Die Birkenstraße liegt im Hochwassergebiet." Auch für weitere zukünftige Maßnahmen könnten sich durch neue Hochwasserlinien Einschränkungen ergeben.

Des Weiteren gab Erwin Baumgartner einen Einblick in die Energievorhaben der Stadt Neumarkt-St. Veit: Vor einiger Zeit hat sich die Kommune dazu entschlossen, mit eigenen Fotovoltaik-Anlagen für sauberen Strom zu sorgen. Dieses Vorhaben will die Stadt auch in den nächsten Jahren weiter verfolgen. Eine Prüfung soll Aufschluss darüber geben, welche Dächer sich dafür eignen. "Wir verbauen unser Geld nicht auf den Dächern", kam Erwin Baumgartner möglichen Kritikern zuvor. Die Kosten würden über ein Sonderdarlehen bezahlt, dieses wiederum würde durch die Einnahmen aus der Fotovoltaikanlage getilgt.

Und auch zum Unfallfahrzeug der Feuerwehr Neumarkt-St. Veit hatte Bürgermeister Erwin Baumgartner Informationen parat. Demnach erhält das verunglückte Fahrzeug einen neuen Aufbau für den Umbau zum Logistikfahrzeug. Kostenpunkt: eta 50.000 Euro. Außerdem gibt es ein neues HLF-Fahrzeug. Für die Kosten von 385.000 Euro rechnet Baumgartner mit einem Zuschuss von etwa 95.000 Euro. Dieses soll als Ersatz für das Bundfahrzeug und den Rüstwagen dienen. Die Verjüngung des Fuhrparks ist für Erwin Baumgartner ein Vorteil der Umstrukturierung.Die Lieferung für das neue Fahrzeug ist für 2011 vorgesehen.

Zum Gewerbegebiet haben den Bürgermeister mehrere Beschwerden erreicht: Schrottreife Fahrzeuge auf dem Grundstück, die Asphaltierung der Straßenfläche, die Straßenbeleuchtung oder die Grundstückswerbetafel. Alle Punkte hat die Stadt bislang erledigt. Nur bei der Entwässerung fehlt noch die Tieferlegung des Gullys. Aber auch die Stadt ist nicht mit allem zufrieden im Gewerbegebiet: "Die Anlieger räumen die Gehsteige nicht."

hi/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © pa

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