Die Herren der Feuerringe

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Brennende Kreise: Das Trio "FeierSchwinger" hat keine Angst vor dem Spiel mit dem Feuer.

Neumarkt-St. Veit - Brennende Ringe hatten im Rahmen der Neumarkter Einkaufsnacht viele Passanten neugierig gemacht.

So genannte Feuerpois sind es, die Marc Göttinger, Alex Ziegler und Wolfgang Bauer auf dem Neumarkter Stadtplatz durch die Lüfte zentrifugierten und damit für Verblüffung sorgten.

Das Spiel mit dem Feuer - nicht ganz ungefährlich, wie die Brandnarbe auf dem Unterarm von Marc Göttinger beweist. "Doch das ist nicht schlimm, in ein paar Wochen sieht man nichts mehr davon." Und überhaupt: Verletzungen dieser Art sind selten, der Respekt vor dem Feuer ist jedoch riesengroß. "Der Reiz der Gefährlichkeit ist es", gibt der 24-jährige Student als Grund dafür an, warum man sich auf das Jonglieren mit dem Feuer einlässt. "Und die Tatsache, dass dies nicht viele Menschen machen", ergänzt Alexander Ziegler. Ziegler ist in Neumarkt schon bekannt für seine brandheißen Jongleurskünste. Des Öfteren schon hat der 17-jährige Neumarkter als Gaukler beim Schlossgartenfest der Q.E.D. mitgewirkt und für Verblüffung gesorgt, wenn er beispielsweise auch brennende Fackeln oder Bälle durch die Luft tanzen ließ, stets geschützt durch feuerfeste Kevlorhandschuhe. Das Schwierige dabei: "Es darf nicht zu dunkel sein, denn dann sieht man nur noch die Flammen und nicht mehr den Ball und dann wird es mit dem Jonglieren kompliziert", erklärt der 17-Jährige.

Auch Wolfgang Bauer, der Dritte im Bunde der Feierschwinger, beherrscht das Spiel mit dem Feuer, im Speziellen mit dem Feuerpoi. Dabei handelt es sich um eine Kette oder ein Seil, an deren Ende sich ein Leuchtkörper, in diesem Fall ein in Öl getränktes Kevlorknäuel befindet. Je schneller diese Kette durch die Lüfte geschwungen wird, umso beeindruckender die leuchtenden Kreise und Feuereffekte, die je nach Figur die Nacht erhellen. Das beherrscht der 25-Jährige so beeindruckend, dass Marc Göttinger gleich Blut geleckt hatte und fortan selbst das gefährliche Spiel mit dem Feuer übt. Erstmals traten die drei im Rahmen der Einkaufsnacht auf und überzeugten zusammen mit dem Rohrbacher Feuerschlucker Tobias Oberhauser das staunende Publikum mit ihrer Choreografie. An diesem Abend noch ohne Musik, "doch wir haben schon vor, dass wir zukünftig das Ganze mit musikalischer Untermalung aufführen werden", sagt Göttinger. Ganz wie es sich für solche Feuerskünste gebührt mit mittelalterlicher Musik.

Die Tricks, ob mit Feuer-Pois, Feuer-Snakes, Fire-Staff (Feuer-Stab), gucken sich die drei aus dem Internet ab. Kleine Filmchen auf entsprechenden Internetseiten helfen dabei und geben Anregungen für den Ausbau ihrer Kunstfertigkeit, die einiges an Koordination und Konzentration abverlangt. "Nach einer Vorführung bist du dann auch froh, wenn alles geklappt hat", beschreibt Alexander Ziegler das Glücksgefühl, wenn alles glimpflich über die Bühne gegangen ist. Denn es sind nicht nur Verbrennungen, die man sich vor allem beim Proben zuziehen kann, wenn man nicht acht gibt. "Beim Einstudieren von Kunststücken mit dem Feuerpoi ziehe ich mir schon auch mal einen Motorradhelm über", verrät er. Denn bei der Jonglage mit zwei dieser Spielgeräte, wie sie die Ketten nennen, kann es bei der ein oder anderen Figur schon passieren, dass man sich das "Spielgerät" gegen den Kopf haut.

Nach der Premierenvorstellung bei der Einkaufsnacht wollen die drei Feuerkünstler, die sich "FeierSchwinger" nennen, ihr Spiel mit dem Feuer ausbauen. Im Rahmen des Ferienprogramms führen die Künstler ihre Show im Rahmen der Vorstellung von Slackline am heutigen Freitag ab 17 Uhr (bei schlechtem Wetter am morgigen Samstag) im Park des Herzoglichen Kastens auf. Auch an einen Auftritt beim Schlossgartenfest der Q.E.D. am 14. Auhgust ist gedacht. Auf jeden Fall wollen sich die "FeierSchwinger" mit ihrem Hobby etablieren und ihr Repertoire langfristig erweitern, um auch für Feste aller Art zur Verfügung zu stehen.

je/Mühldorfer Anzeiger

Infos auch im Internet: www.feierschwinger.de  

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