Halbe Million für Kreisverkehr

+
So soll der Kreisverkehr nun aussehen. Der Lohkirchener Gemeinderat erteilte dafür in der jüngsten Sitzung seine Zustimmung.

Lohkirchen (MA) - Fast 4000 Fahrzeuge passieren täglich die Kreuzung an der Staatsstraße 2086/ST 2091 in Brodfurth, von der die Gemeindestraße nach Schönberg abzweigt.

Der Hauptverkehrsstrom fließt zwischen Neumarkt-St. Veit und Zangberg. An diesem unfallträchtigen Knotenpunkt nimmt nun mit dem im Gemeinderat vorgestellten Entwurfsplan der Bau eines Kreisverkehres langsam Gestalt an.

Die geschätzten Baukosten belaufen sich nach Aussage von Bürgermeister Konrad Sedlmeier auf 518000 Euro. Die Zuschüsse zu dieser Baumaßnahme könnten allerdings erst beantragt werden, wenn die Ausschreibungen wieder zurück seien, so der Bürgermeister.

Für den Bau der Kreisverkehrsanlage war der Zuwendungsantrag bereits Mitte September dem Staatlichen Bauamt Rosenheim übergeben worden. Laut telefonischer Mitteilung eines Vertreters der Bayerischen Staatsregierung sei mit der Erteilung des vorzeitigen Baubeginns, der wiederum gute Förderaussichten beinhalte, zu rechnen. Für die Gemeinde Lohkirchen bedeutet dies, dass die Vergabe der Arbeiten bis spätestens Mitte März nächsten Jahres erfolgt sein muss, um die Voraussetzung für die Gewährung von Fördermitteln zu schaffen.

In seiner jüngsten Sitzung erteilte der Gemeinderat deshalb bereits jetzt den Auftrag an das Ingenieurbüro Behringer für die Ausführung der Leistungsphasen 5 bis 7 entsprechend dem mit dem genannten Büro geschlossenen Ingenieursvertrag, dessen Bauentwurf einstimmig befürwortet wurde.

Die Planung habe die Gemeinde bereits einige 1000 Euro gekostet, auch sei bei einer Probeziehung des Bodens Teer gefunden worden, der wohl als Sondermüll entsorgt werden müsse, erläuterte Sedlmeier. Außerdem fügte er hinzu, dass noch die Unterschrift der Pächterin eines betroffenen Grundstückes fehlen würde.

Die Gemeinde Schönberg hatte angeregt, die Achse Nord, die Gemeindeverbindungsstraße nach Schönberg, im Baubereich von 4,5 auf 5,50 Meter Breite aufzuweiten. Nach Ansicht des Lohkirchener Gemeinderates bestünden dagegen keine Einwände, wenn der Grunderwerb sichergestellt werden könne und die Mehrkosten gefördert würden.

Dem Abschluss der Vereinbarung über den Bau der Kreisverkehrsanlage, der die Teilung der nicht durch Zuschüsse gedeckten Kosten zwischen den Gemeinden Lohkirchen und Schönberg beinhaltet, stimmten die Mitglieder des Gemeinderates ohne Gegenstimme zu.

Ebenso einstimmig stimmte der Rat der Vereinbarung mit dem Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Rosenheim, über den Bau des Kreisverkehrs zu.

edi/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Neumarkt-Sankt Veit

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser