Grüner und schöner

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Regen, der sich entlang der Straße im Gewerbegebiet in einen Sturzbach verwandelt und Material wegschwemmt: Bürgermeister Erwin Baumgartner machte sich mit Natascha Pigac vom Bauamt und den Anliegern ein Bild vor Ort. Ebenfalls dabei die Stadträte der UWG-Fraktion, die sich im Rahmen einer Klausurtagung mit der Problematik ebenso auseinandergesetzt hatten.

Neumarkt-St. Veit - Wie können relativ einfache Mittel das Gewerbegebiet an der Landshuter Straße aufwerten? Dieser Frage ging jetzt das Bauamt der Stadt Neumarkt nach.

Begleitet wurde das Bauamt von Bürgermeister Erwin Baumgartner, der UWG-Fraktion sowie den gewerbetreibenden Anliegern.

Einiges hat sich in der Vergangenheit schon getan, nachdem einige Gewerbetreibende auf die Barrikaden gestiegen waren und um mehr Unterstützung gebeten hatten, um das Gewerbegebiet attraktiver zu gestalten: Die Rostlauben auf einem Gewerbegrundstück sind ebenso verschwunden wie der schrottreife Bus. Mit neuer Tafel wirbt die Stadt mittlerweile für den Verkauf von Gewerbefläche. Außerdem sorgen nun auch Leuchten entlang des Radweges für entsprechende Helligkeit bei Nacht.

Doch auch die Anlieger sind initiativ geworden, haben Begrenzungspfähle am Straßenrand angebracht, damit die Bankette nicht weiter befahren werden. Weitere Stempen schlugen sie am Fuße der Auffahrt zum Fürstenweg, damit schwere Landmaschinen diesen Feldweg nicht weiter zweckentfremden. Sollten die Begrenzungspfähle nicht ausreichen, stellte die Stadt Beton-Barrieren in Aussicht, die dann an dieser Stelle aufgestellt würden. Bürgermeister Baumgartner kam den Anliegern auch insofern entgegen, dass er ihnen eine Bepflanzung des Walles am Fürstenweg mit Bäumen zusicherte.

So sieht der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet an der Landshuter Straße aus, den Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner beim Ortstermin mit den gewerbetreibenden Anliegern durchgegangen ist. Oben deutlich erkennbar der eingeplante Baumbestand am Fürstenweg. Eine Bepflanzung will Baumgartner demnächst in die Wege leiten.

Aktuell ging es nun aber auch darum, weitere Maßnahmen durchzuführen, um die Entwässerung zu verbessern beziehungsweise den Straßenbelag und die Bankette aufzuwerten. Einig waren sich Anlieger und Entscheidungsträger vor Ort, dass auf die Feinteerung zunächst noch verzichtet werden soll. Ein entsprechender Belag kostet rund 40.000 Euro, wie aus einem Angebot hervorging, das Bauamtsmitarbeiterin Natascha Pigac vorgelegt hat. Nachteil: Weil die Straße noch nicht voll erschlossen ist, müssten bei weiteren Ansiedlungen von Gewerbetreibenden immer wieder Arbeiten durchgeführt werden - zu Lasten der Teerdecke. Wolfgang Hobmaier, einer der Firmeninhaber im Gewerbegebiet, sah wie alle anderen auch ein: "Das wäre rausgeschmissenes Geld."

Einigkeit herrschte dahingehend, dass die noch nicht verkauften Gewerbegrundstücke zukünftig regelmäßig abgemäht werden, ebenso die Fläche an den Werbetafeln an der Einfahrt. Die Grünfläche entlang des Geh- und Radweges nach Neumarkt falle jedoch in den Zuständigkeitsbereich der Straßenmeisterei, informierte Baumgartner.

Kopfzerbrechen bereitet aber nach wie vor das Problem mit der Entwässerung. Aufgrund des hohen Gefälles werde bei entsprechend viel Regen das Bankett stark in Mitleidenschaft gezogen, viel Material weggeschwemmt, wie Anlieger schilderten. Tiefe Furchen sind die bereits jetzt sehr deutlich erkennbaren Folgen.

Baumgartner versprach, die Abwassersituation entlang der Straße prüfen zu lassen. Mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation könnten dann angestrengt werden, zumal die Wassermassen während der Wintermonate vor allem an der Einfahrt Probleme aufwerfen. Weil sich dort eine Mulde befindet, staut sich Wasser. Fahrzeuge, die sich der Ausfahrt nähern, würden Gefahr laufen, bei Glatteis nicht rechtzeitig abbremsen zu können, schildern die Anlieger.

je/Neumarkter Anzeiger

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